Spiritualität


Warum ich an einen Schöpfer glaube

von Karl Wimmer

Über die Frage „Sind Kosmos, Erde, Natur, Menschen und Tiere von selbst entstanden oder erschaffen worden?“ haben sich seit jeher viele hochgebildete Menschen Gedanken gemacht. Kaum einer kam zu einem Ergebnis, das vor der Intelligenz anderer unanfechtbar blieb. Bei Darwins Evolutionslehre ist zwar das eine oder andere biologische Einzelgeschehen einleuchtend und wissenschaftlich gesichert, der Großteil seiner Lehre aber wurde von zahlreichen Wissenschaftlern überzeugend widerlegt. Dies an Hand von vielen geologischen und biologischen Fakten, die jeder genügend belesene Geo- und Biologie inzwischen kennen müsste. Einer der wertvollsten Sammler solcher Arbeiten war ein Doktor Vorndran aus München.

Ist je ein System, eine Regel von selbst aus dem Nichts entstanden? Sehen wir uns den Kosmos, die Erde und deren Vorgänge genauer an! Die astronomische Forschung zeigt uns ein exakt ablaufendes System der Gestirne auf. Da ist das Wunderwerk Sonne, die pflanzliches, menschliches und tierisches Leben ermöglicht. Da kehren regelmäßig Tag und Nacht, Frühling, Sommer, Herbst und Winter wieder. Wie von einem Uhrwerk geleitet, sprießen Blüten, Blumen, Pflanzen und Bäume. Sie werfen Samen ab, es entsteht laufend im selben Rhythmus neue Vegetation. Jede Samen, jede Blüte, jedes Blatt ist ein Wunderding bis in den kleinsten Mikros. Alles Organische erneuert sich.

Niemand kann darin System, Regeln und Rhythmus übersehen. Dies alles ist möglich durch Energie oder strahlende Kräfte. Woher kommt nun diese Energie? Aus den Planeten, von der Sonne? Ja, aber... wie entstand sie, woher hat die Sonne diese Energie? Natürlich aus ihrer enormen Hitze. Woher aber kommt diese? Aus dem Nichts? Unmöglich! Alles Kosmische kann nicht aus dem Nichts, sondern nur aus Energie geworden sein. Was war die Ur-Energie? Dinge wie Urknall, Wasserstoff, etc. hätten zu ihrem Werden ebenso einer Energie bedurft.

Seit es Menschen gibt, ist alles Große auf der Erde durch menschliche Energie, Geist und Körper geschaffen worden. Nichts also von selbst entstanden. Irgendwann war das erste Pärchen auf der Erde, ein Mann und eine Frau. Soll es Zufall gewesen sein, dass das eine Wesen ein Mann war, das andere eine Frau? Jedes solche Paar ist mit einander abgestimmten Zeugungs- und Empfangsorganen ausgestattet. Können sich Planeten, Wasser, Steine oder Wind so etwas erdenken und auf die Erde stellen? Erforderlich waren hierzu eine ganze Reihe bestimmter Stoffe, die spezifische Aufgaben haben, Energien erbringen. Sollen auch diese Stoffe aus dem Nichts gekommen sein, sich obendrein noch zufällig zusammengefügt haben? Konnte je Hitze und Kälte aus dem Nichts, also ohne Energie entstehen?

Ich glaube an einen Schöpfer, weil jedes kosmologische, naturorganische und biologische Geschehen ein exakt aufgebautes und ablaufendes, mathematisches System ist. Alles unterliegt Gesetzmäßigkeiten bis ins Detail. Nicht Zufall, sondern eine Kraft muss alles in Gang gesetzt und entwickelt haben. Denken wir an die Entstehung von Himmelskörpern, Steinen, Erde, Wasser und Wind.

Tiere umhegen ihren Nachwuchs, verpflegen, schützen ihn. Warum? Haben sie ihren Instinkt zufällig, wo sie angeblich nicht denken können? Wir sehen, es steckt auch hier ein System drin, Regeln, Triebe, ja Liebe. Die verschiedenen Ge-schlechter von Mensch und Tier ziehen sich an, vereinigen sich, verschmelzen, sind glücklich. Woher haben wir diese magischen Anziehungskräfte, durch die man sich gegenseitig will? Diese Anziehung ermöglicht das Zeugen weiteren Lebens. Allein die anorganische Erdkugel kann sich ehemals nie für diese Vorgänge interessiert haben. Da ist doch System dahinter, Regeln, Rhythmus, Anziehung, kurz: Kräfte. Geschaffen wurden diese von keiner toten Materie, von keinem Erdenmenschen, zumal ja die Erde schon vorher da war. Von wem dann?

Müssen wir hier nicht zwangsläufig, allen Logiken nachgehend, an einen Schöpfer glauben? Da Kosmos und Erde kein Erdenmensch schaffen könnte, kann es folglich nur ein Schöpfer, ein gottartiges Wesen gewesen sein. Alle Völker und abgeschirmten Inselbewohner, schon bevor sie mit einer Lehre in Kontakt kamen, nennen diesen Schöpfer seit Urzeiten in ihrer Sprache „Gott“.

Warum schlägt das Herz? Woher nehmen die Organe ihre Kraft, zu leben und zu funktionieren? Von woher kommt welche Energie oder derzeit nicht messbare, physikalische Strahlung, die alles auslöst und in Gang hält? Aus bestimmten Gestirnen oder sonst wo aus dem Kosmos? Wie entstanden diese Energien dort, warum haben sie sich bis heute erhalten? Ist es so abwegig, dass ein Schöpfer dies alles durch seine eingesetzte Kraft leben lässt?

Warum sieht das Auge, hört das Ohr, schmeckt der Mund, riecht die Nase, liebt das Herz? Wie kann sich eine so wunderbare Natur mit den Menschen und ihren Fähigkeiten von selber schaffen? Alles hat ein bis ins Feinste ausgeklügeltes System, ablaufende Regeln, Anziehungen und Abstoßungen, kurz: Naturgesetze. Gesetze aber sind Regeln, Abläufe, die gesetzt sind. Schafft der Zufall Gesetze, Regeln? Wären für das gesamte kosmische, naturorganische und biologische Geschehen nicht viele hundert Zufälle erforderlich gewesen? Ohne Energien hätte es zudem keine Zufälle geben können. Gesetzt den Fall, alles wäre aus Urbrei entstanden, durch was wäre dann dieser Entstanden? Oder die Stoffe, aus denen wiederum der Brei entstanden sein soll?

Wie wir sehen, kommen wir ohne Energie nicht aus. Aus dem Nichts konnte sie nicht entstehen. Hier folgt die uralte Frage: Aus was und von wem ist dann der Schöpfer geschaffen worden? Keine Intelligenz und Logik kann das ausfindig machen. Wir sind schon weit gekommen, wenn wir einsehen, dass hinter so großartig ablaufenden Mechanismen im Kosmos, in der Natur sowie bei Mensch und Tier soviel Geregeltes steckt, dass davon seit Jahrhunderten Bücher gefüllt werden. In tiefer Ehrfurcht vor soviel Großartigkeit, vor so zahlreichen Wunderwerken, bleibt nichts anderes, als an einen Schöpfer zu glauben. Energie und Liebe halten alles am Laufen. Lehren nicht zahlreiche hellsichtig-selbstlose Propheten, unsere seelische und geistige Energie in Liebe zu unseren Mitmenschen einzusetzen? Gibt es etwas, das glücklicher macht als zu lieben und geliebt zu werden?

Manche Leser werden kontern: Und woher kommt das viele Elend auf der Welt? Alles Negative resultiert aus der Missachtung von schöpfergewollten Naturgesetzen, durch Übertretung von Lebensgeboten, durch Egoismus, Ruhm- und Habsucht, Zerstörung der Fauna und Flora, Bevorzugung von Genussmitteln statt natürlicher Kost und Kriegen statt Liebe. Nichts Negatives hat der Schöpfer über uns gebracht, sondern immer nur die Menschen. Denn ihnen wurde der freie Wille gegeben.

Dass selbst die Bibel ein mathematisches Werk ist, hat Professor Panin nachgewiesen, bisher unwiderlegt. Seinen überzeugenden, Jahrzehnte währenden Recherchen nach könnten Menschen allein nie ein solches Werk verfassen. Etliche hundert Mal kommt man darin kreuz und quer rechnend auf die Zahl Sieben. Jeder kann Panins Ergebnisse nachprüfen. Zahlreiche Wissenschaftler (auch Atheisten) haben diese Tatsachen bestätigt. Werke wie die Bibel, der Koran und ältere Lehrbücher sagen uns, was für das Leben auf Erden gut und schlecht ist. Die Gesetzeswerke aller Staaten enthalten viele Fakten aus diesen Büchern. Gute Propheten lehren seit Jahrhunderten, was aus einem bestimmten Verhalten und Walten resultiert. Wobei auch die Geschichte gezeigt hat, was durch Missachtung von Geboten und Verboten auf der Welt Negatives geschieht. Verschiedene Religionsgemeinschaften haben seit vielen Jahren gegen klare Bibelanweisungen verstoßen. Ebenso Millionen einzelner Menschen. Somit gegen die Logiken der Naturgesetze gearbeitet. Und dann gibt man dem Schöpfer die Schuld! Um Bücher wie die Bibel verstehen zu können, brauchen wir keine Wissenschaftler. Meinen Sie, ein Schöpfer hätte seine Bücher der Bibel so schreiben lassen, damit sie nur Wissenschaftler deuten und verstehen könnten? Das gleiche gilt für den Koran und alle sonstigen Werke, von denen wir am ehesten annehmen können, dass sie Teile des Schöpfers Stimme enthalten.

Wir dürfen auch die Ergebnisse der klinisch Toten, die wiederbelebt wurden und die der Tonbandstimmen-Forschung nicht ignorieren. Zahlreiche voneinander unabhängige Ärzte und Pfleger schrieben von den übereinstimmenden Aussagen Gestorbener, die später wieder zu leben begannen. Nicht nur Frau Kübler-Ross informierte sachlich über die Erlebnisse Totgewesener. Ein Psycho-Schock im Gehirn macht allein nicht solche Bilder, von denen die Toten zu Lebzeiten nicht wussten. Auch aus dem Unterbewusstsein hat man bei lebenden, sehr Sensitiven durch Hypnose nicht erfahren, was die ehemals Toten aussagen.

Der Arbeitskreis der Tonbandstimmen-Forschung besteht größtenteils aus ernsthaften, teils akademischen Forschern. Einer der ersten war Friedrich Jürgenson. Kaum ein Zuhörer zweifelte am Jenseitsleben gestorbener Bekannter, als er deren Stimme bei den Experimenten und gestellten Fragen vom Tonband hörte. Diese Forschung ist sehr weit gediehen. Jeder kann Mitglied werden und bei den Treffen in der ganzen Bundesrepublik Bekannte über Tonband anrufen. Fachleute mit hochwertigen und speziellen Techniken verhelfen dazu, Gestorbene zu hören. Ich war ein Jahr Mitglied und sehr beeindruckt. Man trifft dabei keine Spinner, sondern ernsthafte, kritische Wahrheitssucher.

Doktor Kehl schreibt: „Wir können nicht glauben, dass all das Wunderbare, dem wir auf Schritt und Tritt begegnen, Zufall ist. Wir glauben, dass hinter Allem irgendwelche unsichtbare Mächte walten, eine Ur-Intelligenz, eine Ur-Energie, eine All-Seele, die in allen Wesen und Erscheinungen dieser Welt wirksam sind (oder ist) und die vor allem auch unmittelbar jedem Menschen innewohnen.“

Gesunder Menschenverstand, logisches Denken, Urteilsfähigkeit – das sind Eigenschaften, die ausreichen müssten, das zu verstehen und zu beurteilen, was für uns alle wichtig sein soll. Naturgesetze brauchen keine Opposition, keine neuen Religionen, keine Querulanten, keine Atheisten. Naturgesetze sind, um befolgt zu werden. Sie basieren auf kosmischen, naturorganischen und biologischen Begebenheiten. Kosmos und Planeten unterliegen mathematischen und physikalischen Gesetzen. Soll derartiges aus dem Nichts und von selbst entstanden sein? Wer stundenlang durch unberührte Natur wandelt, mit offenen Augen und Sinnen beobachtet, werdendes Leben betrachtet, liebt, wird sich diese Frage leichter beantworten können.

Hinweis der Redaktion: Alle Rechte beim Autor. Karl Wimmer ist Autor für Sachbücher und Belletristik und veröffentlichte bisher 14 Bücher und zahlreiche Arbeiten in der Presse.



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