Spiritualität


Das Lied der Sterne

 

Manchmal wachst du in den Nächten

und sitzt verträumt auf dem Balkon

Fern der Ängste, diesen Schlechten –

Fern der Härte, fern der Fron

 

Und du schauhst zu den Sternen auf

und denkst geruhsam an den Tod

Fragst dich: Nehm ich das nur in Kauf?

Die Sterne kennen keine Not

 

Hörst du den Gesang der Sterne?

Singen tausend helle Lichter

Trägst dich kraftvoll in die Ferne

Dein Gefühl wird immer dichter

 

Da kommt ein starke Gedanke:

Für jeden Tod ein neuer Stern …

Angst vorm Tod ist wohl die Schranke!

Na klar, denkst Du, ich lebe gern

 

Wirst du wohl die Sterne zählen?

Wüsstest, wie viel Menschen leben!

Wer würd´schwarze Löcher wählen?

Da wir ´all nach Kindern streben

 

Manchmal wird es besonders dunkel

Kein Licht den Alten Weg verstellt

Weil: Ein Stern hört auf zu funkeln

Ein weit´res Baby grüsst die Welt

 

Wachen Auges wird es zählen

Schaut, wohin die Sterne kreisen

Selten wird´s das Ziel verfehlen

Sieht, wohin die Geister reisen

 

Denn dort jene viele Seelen

Färben den Himmel köstlich bunt

Es wird niemals Eine fehlen

So viele Sterne hell und rund

 

Ein jedes Kind verkürzt die Schlacht

Mit der Kraft, die uns verschlingt

D´rum zähl die Sterne und hab´acht,

das ihr Lied auch dich durchdringt

 

Tief in des Weltenraumes Nacht

Ein unbegreiflich`Meer von Seelen …

D´rum zähl die Sterne und hab´acht:

Ihr Gesang wird dich erwählen

 

1997 Frank Klare & John L.

 

Diesen Text hinterlassen wir hier zum stillem Gedenken an unseren Freund und Mitmusiker des Projektes „KLAL!“, John L., der überraschend nach kurzer schwerer Erkrankung am 15. September 2007 
seinen Aufenthaltsort gewechselt hat, Sabine & Frank Klare

 

 

 



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