Spiritualität


Das Leben nach dem Leben

von Otto Elias

Eine Reise zum Mond oder zum Mars ist nicht so wichtig, wie die Erforschung des geistigen Reiches. Es ist auch nicht wichtig, aus welcher Materie der Mond und die anderen Planeten unseres Universums bestehen, aber es ist wichtig zu erfahren in welchen Regionen der Mensch nach seinem irdischen Ableben weiter existiert und ob er Rechenschaft für seine Verhaltensweise abgeben muß. Demgegenüber ist eine Erforschung des Weltraumes irrational, während das persönliche Überleben des Menschen nach dem Tode überaus rational ist.

Darum wollen wir uns mit dem, was die Menschheit als das Jenseits bezeichnet beschäftigen. In einigen Vorträgen der vergangenen Tage wurde schon manches über die jenseitige, geistige Welt gesagt und ich möchte diese Dinge nicht wiederholen, zumal hauptsächlich die hohen Stufen betrachtet wurden, welche für die meisten Menschen noch in weiter Ferne liegen. Ich möchte hier jene Bewußtseinsebenen ins Auge fassen, welche der Mensch nach seinem Übertritt in die feinstoffliche Welt zuerst betritt und diesbezügliche Zusammenhänge.

Wenn dieser Vortrag den Titel trägt: „Das Leben nach dem Leben“, so soll damit zum Ausdruck gebracht werden, daß es den absoluten Tod, also das Aufhören des Bewußtseins, nicht gibt, obwohl noch sehr viele Menschen sich das Ende so vorstellen. In welcher Verfassung des Menschen kann dieser Übergang vor sich gehen?

Dem Einen nach ist der Mensch auf dieses Ereignis durch schwere Krankheit und Altersschwäche darauf vorbereitet. Er ist gläubig und ahnt zumindest, daß das Leben in irgendeiner Art weitergeht, obwohl er keine klare Vorstellung darüber hat. Dies ist eine Gruppe von Menschen, denen der Übertritt leicht fallen wird und denen viel geistige Hilfe zuteil wird.

Im Gegensatz hierzu gibt es sehr viele Menschen auf Erden, welche ein Fortleben nach dem Tode und die Existenz Gottes und der geistigen Welt leugnen. Viele denken ihr ganzes Leben lang nicht nach über diese Dinge. Diese Lebenseinstellung birgt wohl schwerwiegende und leidvolle Folgen in sich.

Bei den vorgenannten beiden Menschengruppen kann dieser Übergang langsam erfolgen oder plötzlich, wie bei Infarkt, Verkehrs- und sonstigen Unfällen, bei Explosionen, im Krieg u.a.m.

Bevor wir nun näher auf die Zustände nach dem Übertritt eingehen, wollen wir einmal eine gedankliche Überlegung machen und betrachten einen Menschen im Alltag. Für die nächste Zeit und für die weitere Zukunft hat er eine Zeiteinteilung und diverse Pläne. Er wird dies und jenes durchführen wollen, seinen Betrieb erweitern, Reisen unternehmen, Besuche machen, Einkäufe planen u.v.a. mehr. Sein ganzes Denken ist damit ausgefüllt und nur auf diese irdischen Dinge gerichtet. Und nun kommt der letzte Herzschlag, der Körper, das Instrument für das Leben in der materiellen Welt fällt zusammen wie ein Sack oder der Körper wird durch irgendeine Gewaltanwendung vollständig zerstört.

Was ist nun mit all diesen Plänen? Was ist mit dem Charakter, den Eigenheiten, dem gelernten Wissen und den Anschauungen? Was geschieht mit den Sorgen, Wünschen und Problemen? Ist es damit auch aus?

Diese kurze gedankliche Überlegung wirft schon eine Menge Fragen auf. Wir wollen versuchen, darüber ein klares Bild zu erhalten. Alles was mit dem Denken und Fühlen zusammenhängt, geht durch den Verlust des Körpers nicht verloren, da es im materiellen Körper nicht verankert ist. Dafür sind der sogenannte Mental- und Astralkörper zuständig. Dies wußten die Weisen schon vor Jahrtausenden und vieles kann man in alten Schriften nachlesen. Diese beiden höheren Körper bleiben aber erhalten und trennen sich vom physischen Körper. Daraus ist schon ersichtlich, daß das Denken und Fühlen und damit das Bewußtsein weiter fortbesteht. Weiter ist daraus zu entnehmen, daß vorerst der körperfreie Mensch in seinem ganzen Wesen, in seinen Vorstellungen, mit seinem Wissen und Glauben der gleiche bleibt, wie er es vorher im irdischen Leben war.

Stellen wir uns nun im Gedanken die Lage vor, was es bedeutet, wenn der Mensch, für den wir die Bezeichnung feinstofflicher Mensch oder Jenseitiger verwenden wollen, sich plötzlich in Umstände und Lebensverhältnisse versetzt sieht, die so ganz anders und ihm fremd sind. Glauben Sie nicht auch, daß diese Umstellung einen mehr oder minder großen Schock hervorruft? Die Größe der Erschütterung hängt u.a. davon ab, wie weit die geistige Entwicklung des Menschen und seine Erwartung bezüglich des Zustandes in der geistigen Welt gewesen ist.

Unsere Kirchenlehren geben darüber leider keine Auskunft und wenn man seinem Mitmenschen darüber etwas erzählt, dann hört man oft die Antwort, daß dies schon so sein mag, daß es irgendwie weitergeht und daß es eine jenseitige Welt gibt, aber wer weiß schon etwas darüber und wer kann denn schon darüber berichten. Wenn ich hinüber komme, dann werde ich schon sehen, ob etwas ist und wie es dort ist. Das ist aber keineswegs so, wie sich die Mehrzahl der Menschheit dies vorstellt. Ich sagte Ihnen schon, der Mensch bleibt in seiner gedanklichen Einstellung und im Fühlen nach dem Übertritt der gleiche, wie im Leben. Lebte er  als Mensch in der Einstellung, es ist aus, es ist nichts nach dem Tode, dann muß ich Ihnen aus Erfahrung sagen; er wird leider nichts sehen. Wenn der Mensch im irdischen Leben keine Interesse für all die geistigen Dinge und keinen Glauben an Gott hat, dann entwickeln sich bei ihm auch keine höheren Sinnesorgane, welche allein das Erfassen und Erschauen der feinstofflichen Welt ermöglichen. Er kommt also blind und taub an, und er sieht und hört nichts und die Umgebung ist oft grau in grau.

Andere wieder leben noch mehr oder weniger lange mit den irdischen Menschen zusammen, da viele nicht einmal wissen, daß sie den Übertritt in die andere Welt bereits gemacht haben. Sie meinen noch lebende Menschen zu sein und halten sich in ihrer bisherigen Wohnung oder an den Arbeitsstätten auf, benützen die Verkehrsmittel, reisen, besuchen diverse Lokale und wundern sich nur, daß die Menschen sie nicht beachten und nicht mit ihnen sprechen. Manche hellsehende Menschen hatten schon diesbezügliche Erlebnisse und Schauungen. Oft ist auch die Trauer der Hinterbliebenen die Ursache für dieses Festhalten des Heimgegangenen an der Erdsphäre.

Wie ergeht es nun jenen Menschen, welche schon im irdischen Leben gläubig und wissend waren. Hier ist der Übertritt wesentlich anders. Sie sehen oft schon vorher, aber auf jedem Fall nach dem Herausgehen aus dem Körper bereits die geistigen Wesenheiten, welche ihnen bei diesem Vorgang helfen. Oft begrüßen sie auch Verwandte und Freunde, welche schon drüben sind. Die Schutzgeister bringen dann ihren Schützling in jene Sphäre, welche vorerst das neue Zuhause ist. Denken wir an den Ausspruch Jesu: „In Meines Vaters Haus gibt es viele Wohnungen“. Dies ist so, wie es gesagt wurde.

Ich hatte in den letzten Monaten öfter Gelegenheit mit solchen Wesenheiten Kontakt aufzunehmen. Zu diesem Zweck wurden die Unwissenden vom betreuenden Engel zu einem hierfür geeigneten Menschen (Medium) gebracht. Auf diese Art ist eine menschliche Aussprache möglich, und wir können sie über ihren derzeitigen Zustand aufklären. Die Antworten aufgrund meiner Fragen waren oft erschütternd. Ihr Zustand war eine Art Halbbewußtsein. Es war um sie düster, grau bis schwarz. Manche wanderten – wie im Traum – in Wüstengegenden und im Nebel. Viele waren ganz allein, manche trafen andere, doch alle wußten nichts. Sie wußten oft nicht mehr ihren Familiennamen, ihr Alter, wann sie lebten, in welchem Land usw. Alles war vergessen.

Kurz gesagt: Die Zustände dieser Unwissenden, Ungläubigen, in denen sie lebten, waren immer äußerst trostlos. Jeder Zeitbegriff ging verloren. Die Aufklärung dieser Wesen erfordert viel Liebe und Geduld. Wenn man ihnen die Bilder ihres Scheidens von der Erde zeigt, sind manche sehr erstaunt, andere erschüttert und manche glauben es auch dann noch nicht. Sie behaupten dann, daß sie doch leben und einen Körper besitzen. Sie verwechseln ihren Feinstoffkörper mit ihrem ehemaligen physischen Leib, da ersterer durch ihre gedankliche Einstellung vorerst noch die ursprüngliche Gestalt und Kleidung hat. Im Laufe der Aussprache kann man diese Unglücklichen dann soweit bringen, daß sie gewissermaßen geistig erwachen und schließlich auch die andere Welt wahrnehmen. Wenn diese Hilfe nicht gegeben würde, könnte dieser Zustand sehr lange, nach irdischer Zeitrechnung Jahrhunderte dauern.

Sie haben jetzt vernommen, daß wir noch auf Erden lebende Menschen, diese Hilfe und Aufklärung durchführen können. Nun wird Ihnen vielleicht der Gedanke kommen, daß der liebe Gott  ausgerechnet euch Menschen braucht, um dies durchzuführen. Er hat doch Seine Hierarchie, Seine Engel, die können dies viel besser, da sie doch über diese Dinge genau Bescheid wissen.

Wenn man es nur von außen so betrachtet, mag man Recht haben. In Wirklichkeit liegen die Dinge aber ganz anders. Wenn der Jenseitige keine Aufnahmeinstrumente hat, welche auf die Wellen und Schwingungen der geistigen Welt reagieren, dann ist dieser Mensch, obwohl er schon im sogenannten Jenseits lebt, blind und taub, wie ich es zuvor schon einmal erwähnte. Wir können hier den Vergleich mit dem Fernseh- und Radioapparat gebrauchen. Wenn Sie auf Ihrem Apparat die Einstellung für eine gewisse Station nicht haben, so existiert dies für Sie nicht. Was dort zu sehen oder zu hören ist, das kann von Ihnen nicht aufgenommen werden. Also das Instrument muß dafür geeignet sein. Und hier sind dann die Zusammenhänge zu finden. Wir Menschen hier auf Erden stehen diesen, sich bereits im Jenseits befindlichen Wesen näher, als die geistige Welt. Sie sind für die geistige Welt noch nicht erwacht. Daher können wir durch unsere Erklärungen und den damit verbundenen Gedankenschwingungen es erreichen, daß sie die nötigen Aufklärungen erhalten.

Diese Belehrung ist dann oft der erste Anstoß, wodurch ein Umschwung in ihrem Zustand eintritt. Wenn dieser erste Schritt gemacht wurde, dann kann der eigene Führer – wir sagten auch schon Schutzgeist – selbst mit seinem Schützling sichtbar in Kontakt kommen und ihn weiterführen.

Nun eine weitere Überlegung! In diesem Zustand müssen sich im Jenseits doch viele, viele Millionen Menschen befinden. Da gibt es doch auf Erden viel zu wenig Menschen und Kreise, die sich mit dieser Art Erlösung befassen. Darüber wurden wir geistig aufgeklärt. Es wurde uns gesagt: Ihr dürft nicht glauben, wenn ihr eine solche Seele aufklärt, daß es dann nur diese einzelne Seele ist. Die Vorbereitungen in der geistigen Welt werden so getroffen, daß viele Seelen, welche sich auf einer ähnlichen Entwicklungsstufe befinden, wie dieses eine Wesen, mit dem ihr sprecht, zur gleichen Zeit dieselbe Aufklärung erhalten, und somit oft ein Heer von Seelen miterlöst wird.

Diese Art ist aber nicht die einzige. Von der geistigen Welt wird jede Möglichkeit dazu verwendet, um diese Unwissenden zu erwecken. Wann immer irgendwo Menschen beisammen sind, um über geistige Dinge zu sprechen, die geeignet sind, solche unwissenden aufzuklären, dann werden sie solchen Kreisen zugeführt, ohne daß die Betreffenden es selbst wissen. Das Licht, welches bei solchen Gesprächen oder Vorträgen von den Menschen ausgestrahlt wird, leuchtet hinaus in die Finsternis. Dieses Licht zieht sie dann an, es ist für sie dann ein Hoffnungsstrahl in der Finsternis. So werden unaufhörlich immer wieder viele aufgeklärt, und es wird ihnen dadurch die Möglichkeit gegeben, den ersten Schritt bewußt in die jenseitige Welt, in ihre Sphäre, zu tun.

Nun einige weitere Zusammenhänge: Wenn der Übertritt stattfindet, was geschieht da?

Der Jenseitige besitzt noch seine Astral- und seinen Mentalkörper. Außerdem hat er im irdischen Leben noch seinen Ätherkörper. Der Ätherkörper als solcher ist jenes höher organisierte System im Menschen, zwar feinstofflicher, aber noch zum physischen Körper gehörend, der während des Lebens die Funktion des Körpers aufrecht erhält. (Nahrungsaufnahme, Wachstum, Sinnesorgane, Fortpflanzung und anders mehr) – Es gibt verschiedene Arten von Äther, welche hier wirksam werden, aber auf diese Erklärungen will ich hier nicht eingehen.

Wenn nun der physische Tod eingetreten ist, dann zerreißt das sogenannte Lebensband, das Geist und Seele mit dem Leib verbindet. Die drei höheren Körper beginnen herauszutreten. Es hat natürlich entsprechende Folgen, je nach der Art, wie dieses Herausziehen stattfindet. Der normale Fall wäre der, daß es schön nach der Ordnung, und irdisch gesehen, in einem bestimmten Zeitraum stattfindet, und weiterhin in einer Umgebung von Ruhe und Harmonie, welche man heutzutage kaum mehr findet. Viele verscheiden in einem Krankenhaus. Wenn es gut geht, werden sie auf den Gang hinausgeschoben und sind sich selbst überlassen. Viele werden aber plötzlich, mitten aus dem Getriebe des Lebens herausgerissen.

Warum wäre es nun wichtig, daß dieser Übergang langsam stattfindet? Die Essenz des vergangenen Lebens soll mitgenommen werden. Dieser Vorgang benötigt eine gewisse Zeit. Viele dieser Eindrücke sind im Ätherkörper verankert. Wenn dieser nicht Zeit hat, z.B. bei plötzlichem Lebensende durch eine Gewalteinwirkung, sich möglichst unzerstört und vollständig herauszuziehen, so bleiben die Eindrücke, welche er Lückenhaft und unvollständig mitnimmt. Dies fehlt dann in manchen Anlagen in der nächsten Inkarnation. Weiterhin ist es auch äußerst störend, wenn beim Hinübergehen die Anverwandten ihrem Schmerz freien Lauf lassen, oft laut weinen und schreien. Das sind keine guten Schwingungen, und diese fühlt der Scheidende oft sehr deutlich. Außerdem ist das Gehör der letzte Sinn, der seine Tätigkeit einstellt. So hört mancher in der Agonie noch, was die umstehenden sprechen. Dies sind lauter Dinge, wovon die profane Welt keine Ahnung hat, und daher werden diese Fehler immer wieder gemacht. Das gänzliche Herausziehen des Ätherkörpers aus dem irdischen Körper dauert etwa drei Tage. Damit hat auch die Frist von mindestens drei Tagen bis zur Beerdigung die Begründung. Nach dieser Trennung beginnt der Zerfall, die Verwesung.

Es wird oft gefragt, was soll man tun: Beerdigen oder Verbrennen?

Ich möchte sagen, dies läßt sich nicht mit einem ‚ja‘ oder ‚nein‘ beantworten. Wenn ein Mensch sehr erdgebunden und ungläubig war, für den kann eine Verbrennung sehr unangenehm sein. Er fühlt diese zum Teil so, als wäre er noch ein lebender Mensch. Für Gläubige und vom Fortleben überzeugte Menschen mag es gleichgültig sein. Es soll aber dennoch ein Unterschied bezüglich der Auswirkungen sein.

Abgeholt auf diesem Bahnhof zwischen Diesseits und Jenseits wird jeder. Ob dies dem Ankömmling bewußt wird oder nicht, das hängt von seiner geistigen Entwicklung ab. Das Wesen wird von seinem Schutzgeist in jene Sphäre oder Wohnung gebracht, die für jeden schon vorbereitet ist. Im Jenseits der höheren Stufen herrscht Ordnung, es gibt keine Fehlentscheidungen und Fehlplanungen. Gott ist der Inbegriff der Ordnung und die Schöpfung wäre schon längst zusammengefallen, wenn hier nicht die ordnenden Gesetze unaufhörlich wirken würden. So kommt jedes Wesen in eine Umgebung, welche ihm angepaßt ist. Wenn ich jetzt von Umgebung sprach, so ist dies eine Sache, über welche schon viel diskutiert und geschrieben wurde. Die verschiedenen Konfessionen lehren zwar das Bestehen von Himmel und Hölle, aber es werden keine weiteren Erklärungen darüber gegeben. Die Vielzahl der Menschen und Gläubigen haben daher auch keine Vorstellung darüber. Aus vielen Schilderungen von Jenseitigen und Vergleich dieser Berichte aus verschiedenen Quellen kommt man aber zu einer klaren Vorstellung. Es sei bemerkt, daß dies Sphären noch keine Himmelsstufen beinhalten. Die unteren Ebenen dieser Sphären sind ähnlich gestaltet, wie unsere Erdenwelt, nur sind andere Gesetze wirksam. Es gibt eine vielfältige Natur, Pflanzen, Tiere, Bauwerke und große Möglichkeiten verschiedenartiger Betätigung.

Die nächsten Bewußtseinsebenen sind auch so eine Scheinwelt, wenn man es so bezeichnen will. Auch diese bestehen aus einer Materie, die zwar anders ist, wie unsere, vor allem nicht mehr so dicht und schwerfällig. Diese Materie kann bereits durch die Gedanken der Wesenheit beeinflußt und verändert werden. Durch entsprechendes Denken wird alles erzeugt und aufgebaut. Wenn wir dies auf Erden auch schon könnten!

Es ist aber ein Glück, daß es hier nicht möglich ist, sonst würden die Menschen noch mehr Unsinn herstellen und Unheil stiften. Stellen sich in diesen Ebenen die Wesen z.B. ein Bauwerk vor, so wird entsprechend der Intensität und Klarheit der Gedanken ein solches entstehen und bestehen bleiben. Auf weiter fortgeschrittenen Planeten sind auch die dortigen Menschheiten zum Teil so weit, daß sie dies vermögen.

So wurden und werden diese Sphären von höheren Wesenheiten und von den Bewohnern immer weiter ausgebaut, verändert und vervollkommnet. Die Arbeit geht also weiter, ein ‚Ruhe sanft‘ gibt es nicht. Die Sphären sind aber dennoch realer, wie unsere Erdenwelt, und alles was wir hier auf Erden entdeckt und geschaffen haben, das existierte schon vorher in den höheren Ebenen. Sie sehen daher , daß diese Illusion noch weitergeht und vorhanden ist, solange nicht ein geistiges Erwachen stattfindet, welches das Erfassen dieser Zusammenhänge aus einer höheren Sicht ermöglicht.

Aus diesen ganz wenigen Punkten mögen sie schon erkennen, daß nach diesem Übertritt ein Lernen und ein Sammeln von Erfahrungen beginnt, das einen Umfang und ein Ausmaß hat, je nach der Stufe, auf welcher sich das Wesen befindet. Hat man sich auf Erden schon verschiedenes erarbeitet und sich bemüht, nach den Gesetzen Gottes zu leben, dann können die unteren Bewußtseinsstufen rasch durchschritten werden. Es gibt also hier auf Erden eine bewußte Vorbereitung für die weitere jenseitige Entwicklung.

Kommt ein Mensch aber ohne jedes geistige Wissen an, dann muß er von Grund auf belehrt werden, und er wird herumgeführt in verschiedenen Bereichen. Die andere Welt ist schon deshalb realer, weil dort nicht zerstört werden kann, sondern nur eine Umwandlung stattfindet während auf unserer Erde z.B. durch Brand Explosion oder durch die Atomkraft ein vollständige Zerstörung stattfindet.

Da es hier auf dieser Erde so viele verschiedene menschliche Entwicklungsstufen gibt, so ist es notwendig, daß auch in der anderen Welt dies seine Berücksichtigung findet. Die Vielfältigkeit der Einrichtungen dieser Stufen ist daher sehr groß. Die Tätigkeiten, die man den feinstofflichen Wesen zuordnet, gehören zu einem wunderbar gefügten Programm. Diese Arbeit ist immer zu-gleich eine Erziehungsmaßnahme und dient der Läuterung. Der erreichte Fortschritt hängt vom Individuum ab.

Ich habe von jenen Wesen gesprochen, die durch irgend eine Art der Aufklärung bewußt geworden sind, und nun eingeordnet werden können, und die sich auch einordnen lassen.

Hierzu sei noch bemerkt, daß alle Menschen, welche wissen oder sehr gläubig und voll Gottvertrauen in die andere Welt eingehen, eine Aufklärung seitens der Menschen nicht benötigen. In diesem Falle besorgt dies die dazu berufene Engelwelt, mit der ein geistig-erwachter Mensch beim Übertritt sofort in Kontakt kommt.

Wenn aber ein Mensch schon hier auf Erden ein Widerspruchsgeist ist, und sehr starrköpfig und sagt: ich lasse mir von niemanden etwas dreinreden, ich muß alles selbst ergründen, ich bleibe bei meinem Standpunkt, von dem gehe ich nicht ab, der geht auch ‚drüben‘ davon nicht ab. Selbst wenn er soweit erwacht ist, daß er seinen geistigen Führer erkennt, glaubt er ihm kein Wort. Solche sind oft so ‚bockbeinig‘, daß man sie in Zustände gelangen läßt, bzw. sie selbst schaffen sich diese, wo sie – man möchte sagen – mit dem Kopf immer wieder an die Wand anrennen und erst nach vielen Jahren irdischer Zeitrechnung, darauf kommen, hier dürfte doch irgend etwas nicht stimmen. Und sie beginnen nachzudenken. Erst, wenn dieses eigene Nachdenken – dieses Umwenden, durch Anwenden des eigenen Willens – stattfindet, dann kann ihm Weiteres gegeben werden, vorher nicht. Es wird niemanden etwas aufgezwungen, alles muß freiwillig sein. Doch kann das Wesen in der jenseitigen Welt nicht so wie auf Erden tun, was es will. Es sind ihm Grenzen gesetzt, aber die Grenzen schafft er sich selber durch seine Vergehen gegen die kosmischen Gesetze, die dort herrschen. Jedes Tun, das zerstörend also negativ ist, setzt seine Schwingung herunter, und damit beginnt ein Absinken in tiefere und dichtere Sphären. Je mehr die Schwingung aber heruntergesetzt wird, um so weniger ist er dann noch aktionsfähig. Gott hat es verständlicherweise in seiner Allwissenheit so gefügt, daß es auch selbst Luzifer nicht möglich ist, seine Schöpfung zu zerstören.

Viele Menschen auf Erden haben in ihrem Leben eine große, oft schwere Sündenlast auf sich geladen. Nach dem kosmischen Gesetz: Gleiches zieht Gleiches an – kommen Wesen mit ähnlichen Fehlern und Leidenschaften immer in die gleiche Sphäre. Wenn dort eine große Zahl ähnlich eingestellter Seelen beisammen ist, dann wirken sie sich auch dort so aus wie auf Erden, diesmal aber an ähnlich Veranlagten. All die Fanatiker, Gewalttäter und Verbrecher der verschiedensten Arten können sich dort zwar nicht mehr töten und verletzen, aber die Empfindungen der Angst und des Schmerzes haben sie, wie im Leben auf Erden. Und so ist auch dieses Zusammensein von Gleichen ein eindruckvoller Anschauungsunterricht für alle. Allmählich kommen sie dann zu der Überlegung, daß ihr Tun nicht richtig ist, und sie sehnen sich darnach von diesem Zustand wegzukommen. Wenn es soweit ist, dann können diese Unglücklichen von ihren Engeln herausgebracht werden aus dieser Sphäre, und die Weiterentwicklung kann den Anfang nehmen.

Diese unteren Stufen waren schon im Altertum als Unterwelt oder Hades bekannt. Die Schilderungen von diesen Orten der Pein sind nicht so abwegig. Alle diese Zustände sind aber nicht ewig, sie haben ein Ende, wenn das Wesen sein Sinnen und Trachten ändert.

In diesem Zusammenhang sei noch auf ein wichtiges Ereignis in der Entwicklung der Erdenseelen hingewiesen. Es handelt sich hier um die große Erlösungstat von Jesus Christus, über die in den Kirchen sehr wenig gesprochen wird. Es wird zwar im Glauben gebetet: „... abgestiegen in die Tiefe, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten und aufgefahren in den Himmel ...“ Aber, was bei diesem Abstieg in die Tiefe geschah, darüber schweigt man mehr oder weniger.

Jesus Christus wurde vom Bösen genauso versucht wie wir Menschen. Jesus Christus hat durch Sein Leben und Seine Kreuzigung tatsächlich den Sieg über Satan errungen. Dadurch hatte er die Möglichkeit, das große Erlösungswerk zu beginnen. ER ist mit vielen Engeln in das Reich Satans eingedrungen und es fand dort eine schwere und harte Auseinandersetzung statt. Darüber liegen inspiriert empfangene Berichte vor. Das Endergebnis dieses Kampfes zwischen Licht und Dunkelheit im eigenen Reich des Satans war das Ende seiner absoluten Macht in diesem Bereich. Es wurde ein Vertrag abgeschlossen. Von diesem Zeitpunkt an mußte jede Seele, die in seinem Machtbereich, durch eigenes Verschulden gefangen war, freigegeben werden, wenn sie aus freien Willensentscheid und Einsicht ihrer Schuld wieder den Weg zurück zum Licht gehen wollte.

Ins Irdische übertragen würde dies einem Vertrag entsprechen, der mit einem diktatorischen Staat abgeschlossen würde, daß jeder, der in diesem Land nicht mehr leben will, es verlassen könnte.

Viele Seelen sind hier aus seinem Machtbereich ausgetreten und haben in der Zwischenzeit ihre geistige Entwicklung durchgemacht. Sie sind heute viel weiter gekommen, und haben bisher schon mehrmals auf Erden eine neue Inkarnation angenommen.

Wollen wir bedenken, daß diese große entscheidende Wende vor 2000 Jahren stattgefunden hat, wobei diese 2000 Jahre in der Ewigkeit nicht einmal Sekunden darstellen, und daß nun jetzt die Erlösung der Menschheit zum Abschluß gebracht wird. Und in dieser großen Zeit leben wir.

Diese große Wandlung, von der wir schon soviel gehört haben, sie ist einmalig für lange, lange Zeiträume, weil die großen Perioden über 25.000 Jahre benötigen. Diese große Wandlung, dieser Übergang in ein neues Zeitalter, auf eine neue Erde, bedingt die Scheidung der Geister. Sie findet schon in unserer Zeit statt.

Was bedeutet diese Scheidung der Geister?

Es geht jetzt um die schicksalschwere Entscheidung, ob der einzelne Mensch den zwar beschwerlichen und schmalen Pfad, der zum Licht und damit zum Vater führt, gehen will, oder weiterhin weg von Gott – den breiten Weg schreitet, welcher in die geistige Finsternis und in den Zwang der Materie führt.

Alle Menschen guten Willens sind gezeichnet, denn ihr göttliches Herzenslicht beginnt zu strahlen und gewinnt Macht über den kleinen Menschen. Darum ist es das Bemühen der Engel und soll auch unser Bemühen sein, noch vielen Menschen das Licht der wahren Erkenntnis zu bringen, damit sie mitgenommen werden können auf die neue Erde und in die neue Zeit.

Was ändert sich denn jetzt?

Bisher war es möglich, schwere Fehler immer wieder durch neue Inkarnationen gutzumachen, weil die Erde dafür geschaffen wurde, als Läuterungsplanet – als ein Art Schule. Auf der neuen Erde, mit der höher schwingenden Materie, gibt es keine Lebensmöglichkeit mehr für niedere Entwicklungsstufen. Infolgedessen ist ein Gutmachen solcher Fehler oder Nachholen einer zurückgebliebenen geistigen Entwicklung auf dieser neuen Erde nicht mehr vorgesehen. Solche Seelen werden dann auf Himmelskörper inkarniert, die ihrer Stufe entsprechen, d.h. sie stehen in der materiellen und geistigen Entwicklung viel tiefer.

Seelen, die durch nichts zur Umkehr und Rückkehr zu Gott zu bewegen sind, deren Seelenteile werden wieder in die Materie einverleibt, es erfolgt eine Neubannung. Dies ist für sie ein gewaltiger und schmerzvoller Rückfall, und wenn auch die Ewigkeit ‚lange‘ dauert, eine große Verlängerung der Entwicklungszeit.

Diese Scheidung der Geister findet nicht nur auf Erden statt, sondern auch in der jenseitigen Welt, in den Sphären, die – wie schon erwähnt – noch nichts mit dem ersten Himmel zu tun haben. Und darum wurden wir oft und oft inständig von unseren geistigen Freunden und Lehrern gebeten, aus Bruderpflicht uns diesen jenseitigen Unwissenden oder noch auf tieferen Stufen sich befindlichen Mitseelen – die auch zu uns gehören – anzunehmen.

Wie können wir dies?

Es wurde zuvor schon erwähnt, daß sie mehr oder minder in der Dunkelheit leben. Die Lichtsendungen, die in verschiedener Art von Gruppen und Einzelmenschen gemacht werden, bewirken, wenn wir uns gedanklich auf diese Seelen einstellen, daß ihnen geistiges Licht zukommt, das ihre Dunkelheit erhellt. Wir bitten also, daß das göttliche Licht der Liebe, des Friedens und der Harmonie in unseren Herzmittelpunkt einströmen möge, damit wir es dann transformiert wieder aussenden, also weitergeben können. Da die Schwingungsfrequenz dieses göttlichen Lichtes durch uns herabgemindert wird, ist es den, ebenfalls noch in einem niedrig schwingenden Zustand sich befindenden Seelen, fühlbar. Mit dieser Lichtkraft kann dann auch der Schutzgeist seinen Schützling besser beeinflussen und mit ihm in Kontakt treten. Ohne diese Hilfe durch die Lichtkraft dauert der Vorgang viel länger.

Mancher wird sich vielleicht denken: der liebe Gott in seiner Allmacht, kann und wird hier schon eingreifen und alles wieder in die Ordnung bringen, da braucht Er doch uns Menschen nicht dazu. Es ist aber zu bedenken: Wir alle gehören zu dieser Menschheit, jeder einzelne von uns. Die Menschheit ist eine eigene Schöpfung, und wir alle haben dabei mitgewirkt, daß diese Menschheit von Stufe zu Stufe heruntergestiegen ist, um schließlich in der dichten Materie auf Erden zu landen. Daher ist es jetzt auch unsere Aufgabe und Pflicht, daß wir, die wir bereits zur wahren geistigen Erkenntnis gelangt sind, und den Weg zurück ins Vaterhaus gehen wollen, auch mithelfen, um noch viele andere Brüder auf diesem Weg mitzunehmen.

Nun noch einige Bemerkungen über die Sphärenwelten

Von manchen Menschen, die sich mit Esoterik beschäftigen, werden diese geringschätzig betrachtet, und man behauptet sogar, man solle sich mit den Sphären nicht beschäftigen, dies ziehe uns herunter, es hielte uns nur in unserer geistigen Entwicklung auf.

Liebe Freunde, wir wollen auch hier Einblick nehmen, um klarer zu sehen. Erstens einmal, ist in dieser Schöpfung nichts unnütz. Die Schöpfung ist eine Einheit. Was immer auch geschaffen wurde, hat seinen Zweck und seine Notwendigkeit. Der kleine Mensch kann nicht behaupten, das ist wichtig und jenes nicht. Diese Betrachtung entspringt nur der menschlichen Einstellung zu diesen Dingen. Die Beschäftigung mit den Sphären ist daher schon von Bedeutung.

Wir müssen alle, nach dem Übertritt in das Jenseits, durch die verschiedenen Abstufungen der Sphären hindurchgehen. Ist eine Seele schon ziemlich befreit von allen negativen Schlacken – also lichter – dann erfolgt der Durchgang durch die unteren Stufen so rasch, daß sie es vielleicht gar nicht bemerkt. Wenn ein Wesen aber in seiner Entwicklung noch weit unten ist, d.h. mit vielen Fehlern behaftet ist, dann bleibt es – irdisch ausgedrückt – bereits in einer unteren Stufe stecken. Erst durch die Läuterung ist ein weiterer Aufstieg möglich. Hier gibt es aber nicht, wie man in manchen Schriften lesen kann, einen neuen Plan, nach welchem dies erfolgt, wie viele Jahre es dauert nach irdischer Zeitrechnung, und wie viele Stufen es sind.

Das sind alles nur menschliche Spekulationen, die dem Gehirndenken entspringen. Die geistige Welt hat uns oft dahingehend belehrt, daß wir Menschen uns alles so kompliziert vorstellen, zuviel darüber nachdenken. Sie sagten uns auch: ihr beschäftigt euch mit Problemen und Dingen, an die wir Engel es nicht wagen heranzugehen.

Wenn nun durch die Höherentwicklung der Durchgang durch die verschiedenen Sphären stattgefunden hat, und die höchste Stufe erreicht wird, dann ist dies erst die Vorbereitungsstufe für den Übertritt in die himmlischen Welten. Sie sind wieder ganz anders gestaltet. Da brauchen wir keinen niederen Mentalkörper und keinen Astralkörper mehr. Das Wesen legt diese ab, und es erfolgt eine Auflösung derselben. Nur das Ego mit seinen höheren Körpern, die ihm dann dienen, macht diesen großen Schritt.

Zuvor wurde schon erwähnt, daß es in der geistigen Welt überall eine Arbeit gibt. Also kein ‚Ruhe sanft!‘ Die Möglichkeiten sind so vielfältig, daß sich jeder eine Betätigung aussuchen kann, zu der er sich hingezogen fühlt. Es würde zu weit führen, wollte ich hier auf Details eingehen. Nun einiges über die Weiterentwicklung in den Sphärenwelten. Da gibt es z. B. Das sogenannte Sommerland, wie die Amerikaner, es bezeichnen. Das ist eine Sphäre der mittleren Stufe. Dahin gelangen Menschen, die zwar nicht schlecht, aber auch nicht gut, sondern lau waren. Sie haben sich so durch das Leben hindurchgeschlagen, aber nichts Böses angestellt. Sie kommen zum Teil in dieses Land, um dort eine gewisse Zeit so zu leben, wie sie wollen. Manchen gefällt es dort so gut, daß sie meinen, schon in einer Himmelsstufe zu sein. Sie leben in einer schönen Natur, haben oft ein Haus mit Garten und gehen ihrer Lieblingsbeschäftigung nach.

Doch im Laufe der Zeit – wieder irdisch ausgedrückt – beginnen sie nachzudenken. Sie finden dieses Leben zwar angenehm und schön, aber auf die Dauer einförmig und ohne höheren Zweck. Das ist dann der Moment, wo die Engel, die dazu berufen sind, einzugreifen. Sie kommen zu ihnen und sagen zu diesen Wesen: wir würden dir diesen oder jenen Rat geben. Es gäbe da einen Weg zur Weiterentwicklung, um höher zu steigen. Wird zugestimmt, dann zeigt man der Seele den Weg, und sie wird in eine andere Sphäre gebracht. Dort gibt es dann viel zu lernen und die Möglichkeit, Aufgaben und Dienste zu übernehmen. Es ist daher nicht nur auf Erden notwendig, die Menschen aufzuklären, und ihnen geistiges Gut zu übermitteln. Diese Aufklärung, diese Schulung, dieses Lernen wird in einem viel größeren und zweckmäßigeren Ausmaß in den Sphären durchgeführt. Es gibt dort genauso Schulen wie auf Erden, doch sowohl der Lehrstoff, als auch die Art des Lernens ist anders. Vor allem ist dies in großem Maße ein Anschauungsunterricht. Auch werden manche Wünsche erfüllt, die der Mensch auf Erden hatte.

Hatte jemand die Sehnsucht nach fernen Ländern zu reisen, um die verschiedenen Kulturen zu studieren, dann kann dies nun im feinstofflichen Bereich ermöglicht werden, und die Erfahrungen können oft viel größer sein, als es auf Erden möglich gewesen wäre.

Sie werden sich vielleicht denken, all dies interessiert doch einen Jenseitigen nicht mehr. Glauben Sie das nicht! Viele Menschen hängen auch dann noch mit ihren Interessen sehr an der Erde. Doch mit zunehmender geistiger Entwicklung verliert dies alles an Bedeutung.

Die irdischen Verwandtschaftsverhältnisse bleiben auch noch eine Zeit lang aufrecht, doch allmählich erkennt die Seele die große Einheit. Wir sind alle Brüder und Schwestern. Wenn manche Wesenheiten ihren Hinterbliebenen erscheinen und genauso bekleidet sich zeigen, wie sie auf Erden lebten, dann haben sie sich durch die eigene Vorstellung so gezeigt, damit man sie erkennt. Alle rein körperlichen Gebrechen und Schmerzen werden bei dem Übertritt zurückgelassen, und die Erinnerung daran verschwindet rasch. Seelische Zustände aber bleiben erhalten und verändern sich nur durch die zunehmende Erkenntnis.

Aus einem Vortrag des inzwischen verstorbenen Otto Elias beim 8. internationalen esoterischen Kongress in Berlin 1975.

Quelle: Archiv Ernst Knirschnig (IGP)

 

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