Sonstige Autorenbeiträge


Sphärenmusik

von Frank Klare

Im Laufe meines Lebens habe ich einige merkwürdige Erfahrungen gesammelt, welche ich den TW- Lesern nicht vorenthalten möchte. Und zwar handelt es sich hierbei um bestimmte Musiktitel, die seither diffuse Emotionen in mir auslösen.

Es ist allgemein bekannt, dass Musik das Empfinden des Hörers beeinflussen kann, so kann „Heavy Metal“, „Punk“ oder „Hardrock“ den Hörer in Aggressionen versetzen. Ferner gibt es auch den umgekehrten Effekt, indem angestaute Aggressionen beim Hören solcher Musik abgebaut werden. Hingegen kann „Klassik“  und „Meditationsmusik“ den Geist beruhigen. „Schwere Klassik“ oder „Free Jazz“ wiederum können den Hörer zu depressiven Stimmungen verleiten. Wohlbemerkt „kann“, denn jeder Mensch reagiert anders und vor allem jeder Mensch fühlt anders.

Ähnlich verhält es sich auch bei „Progressiver Musik“ oder bei der „Elektronischen Musik“. Seit Ende der Siebziger bin ich ein großer Anhänger dieser Art von Musik, deren bekanntes- ten deutschen Vertreter Klaus Schulze und die Gruppe „Tangerine Dream“ sind. Ich kenne Menschen, die solche Musik langatmig und depressiv finden, auf mich und viele andere Menschen, die ich kenne, wirkt diese Musik jedoch positiv, spannend und gelegentlich sogar bewusstseinserweiternd.

Die letztgenannte Tatsache wurde offenbar bereits in den frühen Siebzigern entdeckt: So sprach man nach der „Krautrockphase“ von „Kosmischer Musik“ und innerhalb der damaligen Berliner Szene von „Kosmischen Kurieren“. Die sicherlich etwas esoterische und inzwischen angestaubte Formulierung besagt dennoch, dass beim Hörer gewisse Bilder von Sternen, Planetensystemen oder auch von UFOs assoziiert werden, was sich auch in den Namen der Titel widerspiegelt, wie „Zeit“, „Alpha Centauri“ oder „Irrlicht“.

Die wohl interessanteste Erfahrung hatte ich jedoch bei dem Titel „Echoes“ (1971) von der englischen Rockgruppe „Pink Floyd“ gemacht. Der etwa zwanzigminütige Titel wechselt von rockig- rhythmischen Elementen zu Sphärenklängen und zurück. Diese Sphärenklänge sind es, welche mir auch heute noch sofort eine Gänsehaut bescheren! Damals wie heute glaube ich, diese Klänge schon ewig zu kennen. Nur woher?

Es werden in mir Wiedererinnerungen ausgelöst und zwar Wiedererinnerungen an sphärische Bewusstseinsformen, die auf eine Zeit zurückzuführen sind, welche jenseits des hiesigen Lebens liegen muss! Ich habe diesen Musiktitel mittlerweile vielen Menschen vorgespielt. Einige Menschen empfinden gar nichts, andere Menschen haben wie ich dieses seltsame Gefühl, die Sphären zu kennen, so meine Erfahrung.

1997 wurde es besonders interessant: Ein mit mir befreundeter Musiker erkannte die Sphären ebenfalls wieder. Nur – In den Siebziger Jahren war er in der berühmten Megalithenanlage „Stonehenge“ in England. Damals konnte man den Steinkreis im Gegensatz zu heute auch innen betreten. Was er dann akustisch wahrnahm, war das, was er in „Echoes“ wiederer- kannte! So stellt sich die Frage, ob die Musiker von „Pink Floyd“ vor der Komposition von „Echoes“ ebenfalls in Stonehenge waren (?).

Neben Pink Floyd kenne ich noch eine ähnliche „Einspielung“ vom Klassikkomponisten György Ligeti (bekannt auch aus dem Film „2001 – Odyssee im Weltraum“). Bei künftigen Transkommunikationsversuchen mit der Tonbandtechnik werde ich „Echoes“ mal anstelle von Radiofrequenzen einbinden, mit der gespannten Erwartung, ob ich „von drüben“ die gesuchte Erklärung erhalte! Darüber werde ich dann später in TW berichten. Bis dahin bleibt es Ihnen selbst überlassen, in Ihrem CD- Kaufhaus nach dem „Pink Floyd“- Album „Meddle“ Ausschau zu halten, um sich Ihr eigenes Urteil zu bilden. Über die Mitteilung Ihrer Erfahrung hierzu wäre ich Ihnen dankbar!


  Sonstige Autorenbeiträge

zurück zum
Gesamtverzeichnis