Seltsame Geschichten


Zwei besondere Traumerlebnisse

von Frank Klare & Kerstin Göbel

 

Im Traum erneut dabei?

von Frank Klare

Wir wissen, Träume sind nicht nur Schäume. Neben Klarträumen und Kollektivträumen, alles interessante Themen, die wir gewiss auch mal in unseren Heften aufgreifen möchten, erzählen wir heute von 2 Träumen, die teils etwas „aus dem Rahmen fallen“. Beginnen möchte ich mit einem ständig wiederkehrenden Traum, den ich (1965 geboren) als Kleinkind von etwa 4-5 Jahren oft hatte.

In diesem Traum befand ich mich auf einer Strasse (vermutlich in meiner Heimatstadt Berlin), jedoch zeitlich zurückversetzt, genauer mitten drin in den Kriegswirren des 2. Weltkrieges. Alles woran ich mich in diesem Traum noch erinnere ist, dass ich schiessende Soldaten sah, mich vor dem Kugelhagel wohl noch in Sicherheit bringen wollte, dann aber im Brustkorb getroffen wurde. Darauf hin brach ich tot zusammen und wachte dann stets schweißgebadet, aufgeregt auf.

Das Interessante an diesem Traum ist u.a. wohl der Umstand, daß ich ein ausgeprägtes großes Muttermal an genau dieser Stelle im Brustkorb habe, was mich später u.a. auf die Spur brachte, daß dieser Traum ggf. mehr als ein wiederkehrender Alptraum war.

Ich erinnere mich auch noch gut, als kleines Kind hatte ich eine unergründliche Angst vor Männern mit Hüten. So überlegte ich später, vielleicht hatten meine Eltern zu viele Westernfilme geschaut und daß war irgendwie unangenehm haften geblieben, da bekanntlich auch Tageserlebnisse in Träumen verarbeitet werden. Nur fiel mir dann auch ein, in der Nazizeit hatte die Gestapo auch meist Hüte auf. So glaube ich weniger, das es nur der ballernde Cowboy im Western oder der berühmte „wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“ gewesen ist, was mich ängstigte. Oft vor Einschlafen lag ich im Bett zusammengekauert und war im Glauben, schon die Konturen mehrerer Männer mit Hüten als Schatten zu erkennen. Wohl hatte ich Angst, das sie mich aus dem Bett holen.

Schließlich ist mir seit meiner Jugend und auch im späteren Leben aufgefallen, einige der Stadtteile von Berlin kamen mir seltsam vertraut vor, auch wenn ich hier scheinbar (in diesem Leben) noch nicht gewesen bin. Auch gibt es Gegenden in der Stadt, die ich meine, „irgendwie schon länger zu kennen“. Das gleiche Gefühl ereilt mich meist, wenn ich Dokumentarsendungen aus Nazizeit sehe. Neben dem natürlichen Gefühl des Schreckens ereilt mich meist ein noch untergründiges Gefühl, „ja, ich erinnere mich noch, war ja mit dabei“.

Es spricht zusammenhängend also einiges dafür, das dieser Traum ein Wiedererinnern des Endes vom vorigem Leben gewesen ist. Leider kann ich mich an ein entscheidendes Detail des Traumes nicht mehr erinnern: Gern hätte ich gewusst, ob ich in diesem Traum auch das kleine Kind war, das träumte oder eben ein womöglich erwachsener Mann oder gar eine Frau? Anzunehmen ist nur, das ich nicht das Kind war, das gerade „träumte“.

Wenn Sie nun meine Anmerkung anzweifeln, ggf. auch eine Frau gewesen zu sein, auch derartige „Traumfälle“ gibt es, von der wunderbar auch das 2 Traumgeschehnis im Anschluss berichtet.

Ansonsten, ich beneide die Menschen, die gehäuft Visionsträume haben, also zukünftige Ereignisse voraus träumen, eine Gabe die ich wohl nicht habe, aber unter anderem meine Frau Sabine, welche z.B. extreme Wetterentwicklungen wie Tornados in Deutschland (wie nunmehr leider ja auch vermehrt eingetroffen) voraus träumt. Sind allerdings diese Visionen wie hier eher negativer Natur, so stellt dies sicher für die Visionsträumenden eine gewisse Belastung dar.

 

Im Traum vorab dabei?

von Kerstin Göbel

Präkognitive Wetterträume hatte ich auch schon. Das letzte Hochwasser, das wir im Dorf hatten, hatte ich auch vorher geträumt, wenn auch viel schlimmer, als es schließlich kam. Aber ich wusste, daß es kommen würde. Auch den ersten Schnee träume ich oft zwei oder drei Wochen vorher.

Erna, eine Nachbarin, träumt auch manchmal Sachen, die dann eintreffen. Sie spricht aber nicht viel darüber.

Ich hatte auch die Zerstörung der Zwillingstürme in New York vorher geträumt, ohne zunächst den Zusammenhang zu verstehen. Im Traum war ich Feuerwehrmann in einem von Rauch und Staub zugenebelten Treppenhaus, wo man kaum die Hand vor Augen sehen konnte. Ich hatte eine Gruppe von Büroangestellten bei mir, die ich zum Ausgang unten brachte, unterwegs sammelte ich noch weitere Personen ein, die orientierungslos  herumirrten. Ich wusste zwar selber nicht, was vorging, war aber ganz besessen von dem Gedanken, diese Leute schleunigst aus dem Gebäude  bringen zu müssen. Alle waren so dreckig, daß  man nicht zwischen Afrikanern und Weißen unterscheiden konnte, ich habe sie alle vor mir hergetrieben  zum Ausgang unten. Da war dann eine Glastür, wo sie rausgingen und mein Traum war zu Ende.

Als ich dann nach den Angriffen bei meiner Stiefmutter vor dem Fernseher saß, hielt die Kamera auf einen Nebenausgang mit Glastür, dahinter eine Treppe. Ein Feuerwehrmann trieb total eingestaubte Büroangestellte vor sich her aus dieser Tür. Ich habe  keine Ahnung, ob er der Feuerwehrmann selber überlebt hat. Vermutlich hat er noch weitere Leute gesucht zum Retten, denn er selbst ging nicht ins Freie.

Kurz darauf ist der Turm eingestürzt.




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