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Seltsame Geschichten Der süße Kleinevon Annika Ruf Er war klein und weiß, auf dem ersten Blick sogar kantig, aber wer genauer hinsah, bemerkte Sanftes. Die meisten Leute bezeichnen ihn als süß, trotzdem mieden ihn einige, behaupteten, er sei schädlich. Andere wiederum wollten ihn gar nicht missen. Es gab sogar welche, die süchtig nach ihm waren. Meist war er unter seinesgleichen zu finden. Und so passierte es eines Tages. Zwei Große tauchten auf, ein kurzer Dicker und ein großer Schlanker, sie waren aber sofort als Brüder zu erkennen. Sie nahmen den Kleinen in die Mitte und brachten ihn weg von den anderen, die ihn nie wiedersehen würden, aber das wussten sie zu dem Zeitpunkt noch nicht. Sie reisten mit ihm zu einem Teich, wo Blumenduft sie umfing, der Teich war nicht sehr groß, aber tief, grünlich trüb und – heiß! Ohne ein weiteres Wort, ohne Warnung warfen sie ihn hinein und sorgten mit einem großen Eisengerät dafür, dass er nie wieder auftauchen würde. Der Teich wurde geleert, abgepumpt. Aber schon bald würde er wieder voll sein. Und dann würden die beiden Brüder wieder losziehen und einen von den Kleinen holen, um ihn hineinzuwerfen. Ich hatte alles beobachtet. Natürlich, denn die Brüder handelten auf meinen Befehl hin. Es ist schon komisch, was für Gedanken mir kommen, wenn ich einen Zuckerwürfel mit der Hand in den Jasmintee gebe... J
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