Reinkarnation


Vorige Leben
Erfahrungen & kontroverse Anmerkungen zum Thema

Leserzusendung von K.G.

Vorbemerkung Redaktion: Rückführungen in vorige Leben, ist ein immer wieder faszinierendes Thema und es ist auch positiv, das es mitunter gut arbeitende Rückführungs-Therapeuten wie Ursula Demarmels gibt, welche wir in dieser Rubrik im Bericht „Rückführungen in vorige Leben und ins Zwischenleben“ vorstellten. Doch wie viele andere Gebiete aus grenzwissenschaftlichen, esoterischem Umfeld ist auch dieser Bereich geprägt von einigen unseriösen Anbietern, die den gesamten Ruf in Schräglage bringen. So ist es gewiss nicht einfach, geeigneten Rückführungstherapeuten wie Frau Demarmels zu finden, denn schlauer ist man/frau ja in Regel erst hinterher, ob das Geld gut angelegt war. Auch gilt es bei Interesse, sich für eigene vorige Leben zu interessieren, eine Reihe an Dingen zu berücksichtigen, über die man sich besser vor einer Rückführung einige Gedanken machen sollte. Über unter Anderem all diese Fragen und Dinge berichtet die ausführliche Abhandlung unserer Leserin K.G. mit großen Dank für die „Fleißarbeit“:

Einführung

Dass ich mich so leicht an vorige Leben erinnern und notfalls mit der Rute nachhaken kann, sehe ich als Zeichen dafür, dass ich das wissen soll. Es ist mir bestimmt, das zu wissen. Deshalb kommt es zu mir, deshalb muss ich nicht für teures Geld bei „Rückführungs-Therapeuten“ dahinter herlaufen. Das habe ich schon in vielen Bereichen erlebt. Es gibt aber auch Leute, die haben da Blockaden, die könnten sich auch mit Hilfe dieser Therapeuten nicht erinnern. Auch diese Blockaden haben ihren Sinn. Vermutlich sollen diese Leute sich nicht erinnern, weil sie dann das jetzige Leben nicht mehr unvoreingenommen durchlaufen könnten. Oder aber sie würden etwas erfahren, was sie sehr aus der Bahn wirft, wie es mitunter auch mir geschah.

Daher habe ich nur selten in der Vergangenheit anderer herumgeforscht und nur denen was gesagt, wo ich sicher war, dass sie das verkraften konnten. Bei Fremden könnte ich ja gar nicht die seelische Stabilität beurteilen. Darin sehe ich eine große Gefahr für diejenigen, die einfach so für Geld zu einem Rückführer gehen. Wenn der ihnen nichts sagen kann, weil er entweder nichts herausfinden konnte, oder aber das, was er herausgefunden hat, zu schwierig zu verarbeiten ist, ist doch der Streit schon vorprogrammiert. Für Geld will doch jeder auch eine „Leistung“ sehen. Oft sind ja auch mehrere Sitzungen nötig, um ein Leben vollständig zusammenzubekommen, nicht nur ein paar Eckdaten. Und das wäre schon mal viel Geld für ein einziges Leben, derer wir aber Dutzende hinter uns haben. Das alles aufzudecken, das kann ja keiner bezahlen.

Was noch wichtig ist, wäre, dass ein Rückführer sich gut in Geschichte auskennen muss, und zwar das Leben der Menschen in der Vergangenheit kennen sollte, nicht nur die Daten der Könige. Denn nur mit diesem Wissen kann man die Aussagen der Probanden richtig verstehen und gezielt nachfragen. Beispielsweise wussten im Mittelalter viele einfache Leute nicht die Jahreszahl zu sagen oder den Namen des aktuellen Königs. Wenn man sich aber auskennt, kann man sich Kleidung, Waffen und dergleichen beschreiben lassen und die Zeit damit besser einordnen. Und vieles andere muss man auch wissen, um die Probleme zu verstehen oder die kleinen Freuden, welche die Menschen damals hatten. Wenn es aus äußeren Gründen nicht möglich ist, eine Rückführung zu machen, zu teuer, zu weit weg o. ä., vielleicht ist es auch ein Zeichen, dass es Ihnen nicht bestimmt ist.

Kindheitserinnerungen

Kinder können sich in den ersten Lebensjahren oft an ihr früheres Leben erinnern und davon erzählen. Als ich groß war..... Meist wird das als Unsinn abgetan. Das ist schade, denn wenn die Erwachsenen besser zuhören würden, könnten sie manchmal staunend feststellen, was die Kinder wissen und doch nicht wissen könnten.

Ich selber habe als Kind stundenlang Onkel Heinrich (sonst hörte keiner zu) erzählt, wie ein Haushalt zur wilhelminischen Zeit geführt wurde. Da wusste ich Sachen, die ich heute gern wieder wüsste. 

Meine Ex-Schwägerin rief mich vor einigen Jahren mal ganz hilflos an und fragte um Rat. Sie hatte ihr Patenkind, damals vier oder fünf Jahre alt, bei sich und der Kleine fing an zu erzählen: „Du hast eine große Hand. Als ich groß war, hatte ich aber eine noch viel größere Hand. Da und da und da war Aua.“  So ging das weiter. Er erzählte, dass ihm auch oft die Schulter wehgetan hätte und noch anderes. Der kleine Kerl wusste in allen Einzelheiten, wie ein Hufeisen angefertigt wird und ein Pferd zu beschlagen ist. Meine Schwägerin hat das aus der etwas wirren Erzählung so nicht herausgehört, aber ich hatte „zufällig“ kurz zuvor ein Buch über alte Handwerkskunst gelesen und wusste, was der Kleine im einzelnen meinte. Die Schulter tat dem Schmied weh, wenn er einem Pferd die Vorderhufe beschlagen hatte, weil er die Schulter sozusagen in die Achselhöhle des Pferdes schob und es so stützte, während er den Huf anhob. Auch die anderen Beschreibungen des Kindes passten auf die Arbeit, die Verletzungen an der Hand, das Werkzeug, der Geruch... 

Von seinen Eltern oder sonst woher in diesem Leben hatte er dieses Wissen nicht. Seine Eltern, das muss man leider sagen, vernachlässigen die Kinder sehr, bringen ihnen nichts bei und parken sie lieber vor dem Fernseher, um Ruhe zu  haben. Jetzt habe ich keinen Kontakt mehr zu der Familie, aber ich habe noch mitgekriegt, dass beide Kinder wegen großer Entwicklungsdefizite zur Therapie mussten und die Mutter dann auch noch zu faul war, sie da hin zu fahren. Meine Schwägerin war die einzige, die sich wirklich mal mit dem Kind befasst hat. Ich riet ihr, diese Erzählung für den Jungen schriftlich oder auf Kassette aufzubewahren für später. Denn die Kinder vergessen das dann wieder, meist mit Eintritt in die Schule, wenn sie soviel anderes im Kopf haben. Ich finde das wichtig, zumal im Zusammenhang mit dem nachfolgenden Eigenversuch. Denn woher sollen die Ansatzpunkte kommen, wenn man sich nicht noch aus der Kindheit erinnert? 

Ein Eigenversuch

Vielleicht haben Sie ja auch schon einige Ansatzpunkte, der Name, eine Zeitvorstellung usw ?

Wenn  Sie  eine ruhige halbe Stunde haben, vielleicht vor dem Einschlafen oder mal in der Dämmerung gemütlich und entspannt sich es auf dem Sofa bequem machen, dann denken Sie doch mal da hinein. Augen zu und ohne Druck oder Erwartungen das an Ihnen vorbeiziehen lassen, an was Sie sich schon erinnern können. Vielleicht kommt ja noch mehr dazu.

Oder es klappt auf eine andere Weise: Sie listen, bevor Sie sich in die Vergangenheit begeben, alles auf, was Ihnen zu diesen Leben schon im wachen Zustand einfällt und überlegen sich einige Fragen dazu. Wenn Sie sich dann in die Vergangenheit gleiten lassen und da angekommen sind, stellen Sie sich diese Fragen. Das Gefühl sagt Ihnen dann mehr als der Verstand.

Ein Gefühl-Beispiel meinerseits

Mein Ex-Mann, mit dem ich schon einige Leben hatte, zeigte mir einmal ein Bild, bei dem Wissenschaftler eine Kaiserpfalz aus dem Mittelalter nachgestellt hatten. Er meinte: "Das musst du doch kennen, da hast du eine Zeit lang gelebt." Da habe ich entschieden widersprochen, sofort, ohne nachzudenken: "Nein, da war ich nicht." Ich war ganz und gar sicher, diese Gebäude hatte ich nie gesehen, auch die Stadt nicht. Er guckte noch mal ins Buch und merkte dann, dass er die Pfalzen verwechselt hatte. In der abgebildeten war ich wirklich nie, sondern in einer anderen, von der aber kein Bild da war. So kann ich nicht sagen, ob ich das erkannt hätte. Dieses erwähne ich, um Sie zu ermutigen, dabei nach dem Gefühl zu gehen. Das Buch, das mein Ex-Mann damals las, hatte ich nicht gelesen. Ich habe aber meinem Gefühl vertraut, nicht dem Buch.

Zeitreise

Bei mir ist das so: Wenn ich auf Zeitreise bin, dann weiß ich ja viel mehr als das, was ich gerade vor mir sehe. Ich kann dann beispielsweise eine Straßenszene vor mir sehen, als wenn ich mitten drin da am Rinnstein stünde. Sagen wir, ich sehe vor mir eine Reihe Häuser und Wagen, Menschen und Tiere. Ohne mich umzudrehen, kann ich aber wissen, dass hinter mir ein Turm ist. So könnte Ihre Frage, um bei diesem Beispiel zu bleiben, diesem Turm gelten. Oder eben was anderes, was Sie dann wissen, ohne in dem Moment daran zu denken. An seinen eigenen Namen denkt man ja meist auch nicht, aber man weiß ihn und kann ihn auf eine Frage von außen hin sofort nennen. Vielleicht haben Sie ja auch eine vertraute Person, die Sie langsam mit Worten und Fragen führt, wie das bei mir und einem langjährigen Freund war. Durch seine Fragen fiel mir mehr ein, als ich allein herausgefunden habe.

Meine vorigen Leben

Für mich selber bin ich da eher zufällig rangekommen, durch Träume,  Erinnerungen, Visionen, die ich zunächst ohne mein Zutun hatte. Der eben genannte Freund (seit Jahrhunderten) hat mir dann mal geholfen, noch etwas weiter zu kommen, damit ich mich mit einem großen Problem auseinandersetzen konnte, über das ich hier im Zusammenhang offen spreche, damit Sie auch sehen, was ggf. bei Ihren geplanten Rückführungen mit zu Tage kommen könnte.

Meine Mutter

Es ging um meine Mutter, die ein sehr negativer Mensch war. Dabei stellte sich heraus, dass sie das in den letzten tausend Jahren auch schon war und sich nicht zum Positiven gebessert hat, immer noch ohne Skrupel Leben zerstört, um an ihre eitlen Ziele zu gelangen. Diese Frau hat mich vor knapp 900 Jahren schon mal kaputt gemacht, dieses Mal (aktuelles Leben) fast wieder. Ich bin sicher, dass sie das auch beim nächsten Leben wieder tun wird. Ich habe mit Hilfe dieses Freundes mit ihr Kontakt aufgenommen, aber sie hat mich abgewiesen, wollte nicht hören. So konnten wir das bisher nicht bereinigen. Sie hat ja nicht mal eingesehen, dass sie was falsch gemacht hat.

Katharina und Enzio

Seit ich denken kann, spukte mir immer der Name Katharina im Kopf herum. Ich wusste aber, dass ich nicht selbst so hieß, sondern mal eine Person dieses Namens sehr geliebt hatte. So bin ich mal vor ein paar Jahren mit diesem Namen auf den Lippen und im Kopf wach geworden, ohne mich an den Traum zu erinnern. Erst vor ein paar Wochen fand ich dann heraus, dass ich mal eine Tochter Katharina hatte. Das war in meinem herzoglichen Leben, wo ich in einigen Geschichtsbüchern am Rande mal vorkomme und ich hatte im Internet eigentlich nach einem anderen Punkt aus diesem Leben gesucht. Bisher wusste ich nur von einem Sohn aus diesem Leben, der historisch gesehen eine viel größere Bedeutung hatte und den ich jetzt wieder sehr gut kenne, er war und ist aber auch ein ganz besonderer Mensch. Mit ein Grund dafür, warum ich in diesem Leben keine Kinder habe: Kein Sohn könnte je so sein wie Enzio, keine Tochter wie Katharina. Es wäre doch unfair jedem "normalen" Kind gegenüber, wenn ich es immer mit Enzio oder Katharina vergleichen würde und es immer den kürzeren zieht. 

Katharinas Schicksal ist in der Geschichtsforschung nicht genau ermittelt, man weiß nicht einmal, wen sie wirklich geheiratet hat. Ich weiß so auf Anhieb das auch nicht, auch sonst nichts über sie. Aber ich weiß, welche Gefühle ich ihr gegenüber hatte und das reicht mir im Moment. Das war nicht nur die normale Mutterliebe, das hing auch damit zusammen, dass sie, ebenso wie ihr Bruder, ein ganz besonderes Wesen war. Wenn ich nach fast 800 Jahren noch so viel Sehnsucht nach ihr habe, ebenso wie nach Enzio, das spricht schon für sich. Ich habe mal den Moment geträumt, als ich Enzio zur weiteren Erziehung und Ausbildung seinem Vater übergeben musste. Normalerweise geschah das damals bei adligen Jungen im Alter von sechs Jahren und dann meist an Fremde. Ich habe Enzio bei mir behalten, bis er zehn war und ihn dann seinem Vater gebracht, der nicht mit uns zusammen lebte, der uns aber gelegentlich besuchte. Es hat mir bei aller Vernunft das Herz aus dem Leib gerissen, ihn da abgeben zu müssen. Danach hing ich mich dann noch mehr an Katharina, die im Traum schon neben mir stand, ohne dass ich sie in dem Moment richtig erkannt hätte.

Ein Leben in Armut

In einem späteren Leben hatte ich mal fünf Kinder, deren mir keines in besonderer Erinnerung geblieben ist. Ich war in dem Leben arm, konnte trotz harter Arbeit die fünf und ihre Mutter (damals war ich Bauer Wilhelm) nicht ausreichend ernähren. Die Kinder und ihre großen, erwartungsvollen Augen waren irgendwie eine Last und eine ständige Anklage gegen mich. Ich kann mich zwar an den Namen der Mutter, nicht aber an die der Kinder erinnern. Die Armut zwang oft die Menschen, die Liebe zu  ihren Kindern auf Sparflamme zu  halten, weil so viele starben. Das mussten Eltern schon frühzeitig einkalkulieren, sonst wären sie alle verrückt geworden bei den häufigen Todesfällen. So mag es auch Wilhelm und Lene gegangen sein. Die Liebe zu den Kindern musste niedrig gehalten werden, weil das Leben so hart war. Das kann sich heute keiner mehr vorstellen. Wenn heute mal ein Kind stirbt, sind die Eltern oft nicht einmal mehr erwerbsfähig vor Kummer. Das konnte sich damals keiner erlauben. Und man bedenke: Die Frauen wurden fast jedes Jahr schwanger, brachten zehn oder mehr Kinder zur Welt. In vielen Familien starben drei oder manchmal auch sieben der zehn Kinder. Diese Trauer hätten die Eltern niemals aushalten können, wenn sie sich so sehr an jedes einzelne gehängt hätten. Ein Vorgang, dessen Bedeutung für die Seele man nicht mit Worten beschreiben kann.

Zeitrisse

Bei meinen anderen Leben sind es eben die oben genannten Träume, Erinnerungen und Visionen, die ich einfach mal so habe. Wenn ich heute durch Korbach gehe, sehe ich in manchen Straßen Häuser, die vor meiner Geburt 1967 abgerissen worden sind und ich sehe statt Autos Kuhgespanne und Kutschen, wenn ich nicht aufpasse. Bei den Externsteinen bin ich ins 17. Jahrhundert zurückversetzt worden und habe da Menschen, einen Bach und ein Schloss gesehen. Hinterher habe ich mir ein geschichtliches Buch über die Gegend gelesen und siehe da, alles war tatsächlich so, wie ich es gesehen hatte. Da stand mal ein Jagdschloss, von dem heute rein gar nichts mehr übrig ist, wo heute der Teich ist, war damals ein Bach und die Kleidung und Waffen, die ich an den Menschen gesehen habe, gehören ins 17. Jahrhundert.

Kollektive Traumzeitreise

Ich hatte mal einen Traum von einer mittelalterlichen Burg, mein damaliger Gatte in der selben Nacht auch. Wir verglichen die Träume und es stimmte sehr vieles überein, das sehr ungemütliche Wetter, die Geräusche, die Gerüche, so alles. Ich hatte die Burg aus der Sicht einer Magd gesehen, die mit Wassereimern über den Hof ging und den Seneschall sah, der die Treppe vom Wehrgang herunterkam. Er hatte das ganze aus der Sicht des Seneschalls auf der Treppe gesehen und die Magd im Hof bemerkt. Wir gingen in verschiedene Zimmer und zeichneten die Burg. Die Bilder waren gleich, nur seitenverkehrt. Dazu muss man sagen, mein Ex-Mann und ich kennen uns mit Mittelalter sehr gut aus, wir wissen, dass die Burgen damals um einiges anders aussahen, als man sich das heute so vorstellt, welche Kleidung und Waffen in welche Zeit gehören usw. Daher konnten wir die Sache schon vom Wissen her einigermaßen datieren. Für den Rest kann ich dann meine Ruten zu Hilfe nehmen. Wir haben nicht herausgefunden, wo genau diese Burg lag, aber sie muss in Thüringen gewesen sein oder noch ein bisschen östlicher. Wir fanden dann noch einiges anderes heraus, was wir in dieser Zeit erlebt hatten. Später verließen wir die Burg und gingen in eine Stadt. An den ersten Markt in dieser Stadt kann ich mich noch genau erinnern. Eigentlich war er klein und bescheiden, aber für jemanden, der so in abgelegener Gegend auf einer kaum besuchten Burg gelebt hatte, war es ein ungeheures Gewimmel an Menschen, Tieren, Geräuschen, Bildern und Gerüchen, eine richtige Überflutung der Sinne. Und die vielen ausgestellten Waren, das hat mich tief beeindruckt. Ich gehe heute noch gern zu Mittelaltermärkten, wenn sie gut aufgezogen sind. Das ist ein ganz besonderes Erlebnis.

Witzig noch: In diesem Leben als Burgmagd hieß ich Mechthild, ein damals sehr verbreiteter Name. In diesem Leben hat mir mal ein Nachbar hartnäckig diesen Namen angehängt. Ob der auch damals mit dabei war und mich unbewusst wiedererkannt hat?

Ein früherer Partner?

Ich kenne auch hier in der Gegend einen Mann, der im Reacment als Landsknecht sehr aktiv ist. Wenn wir uns zufällig treffen, kriege ich immer einen Handkuss und wir gucken uns lange tief in die Augen. Ich bin sicher, wir kennen uns schon lange. Ich forsche aber nicht nach, weil ich die Privatsphäre der anderen nicht verletzen will.

Er ist auch so mit Leib und Seele Landsknecht. Die anderen sind verkleidet, er nicht. Er ist in Jeans und Pullover „verkleidet“. Bei einer Veranstaltung fuhr er mal aus Jux mit Landsknechtsklamotten und federgeschmücktem Hut auf einem Motorrad aus der Zeit des 2. Weltkrieges über den Platz. Wir haben uns alle verwundert angeguckt. Es war irgendwie ein stimmiges Bild, kein Bruch in den Zeiten. Das hätte kein anderer so fertiggebracht. Er muss also in beiden Zeiten heimisch gewesen sein.

Spuren zum Leben in Schottland

Aus seiner Landsknechtszeit kann ich ihn aber nicht kennen, denn da war ich in Schottland Clankrieger und Dudelsackspieler. Wenn ich heute Dudelsäcke höre, bin ich seltsam berührt. Besonders die Melodien Scotland the Brave und Amazing Graze, die rütteln immer sehr an mir. Da mache ich die Augen zu und stehe mitten in den Highlands, der Wind spielt in meinen Haaren und ich bin Great Angus Grant, ein riesiger muskel-bepackter Krieger mit Breitschwert und Dudelsack.

Vor ein paar Jahren hatte ich mal Gelegenheit, ein nachgebautes schottisches Breitschwert in die Hand zu nehmen. Alle Umstehenden grinsten schon erwartungsvoll, weil noch alle anderen Frauen dieses schwere Teil hatten fallen lassen. Ich habe ein bisschen damit herumgeschwungen, bevor ich es dem Besitzer zurückgab. Für einen echten Kampf wäre es mir aber wirklich zu groß und zu schwer gewesen. Trotzdem, die anderen waren enttäuscht, dass ich es nicht habe fallen lassen. Frau hat doch schwach zu sein. Bin ich aber nicht, ich bin ja auch kein Hungermodel, wie sie heute „modern“ sind. Jedenfalls, es fühlte sich trotz des beachtlichen Gewichtes richtig „bekannt“ an. Das war mir nicht fremd. Auch in diesem Leben habe ich Schwert und leichte Rüstung, aber eben auf meine jetzigen Proportionen zugeschnitten, kleiner und leichter. 

Krieger war ich sehr oft, Germane, Wikinger, Schotte, Tempelritter, etliche Leben mit Schwert, da darf es auch jetzt nicht fehlen. 

Bei einem Schwertkampflehrgang hat der Lehrer vorher gesagt, er hätte nichts dagegen, wenn ich mitmache, aber noch keine Frau hätte das bis zum Ende durchgehalten. Ich war dann die erste, die das geschafft hat und war besser als die meisten Männer. Kein Kunststück, ich muss ja nicht alles neu lernen, sondern mich nur wieder erinnern.

Was berührt mich so an der schottischen Musik? Die Texte nicht, besonders bei Amazing Graze ist der Text ja ganz fromm. Damit kann ich nichts anfangen. Ich habe aber im Internet geforscht und herausgefunden, was ich immer schon geahnt habe: Die Melodien sind viel älter und ursprünglich gab es ganz andere Texte dazu, die heute keiner mehr kennt. Die frommen Texte kamen im 18. oder 19. Jahr-hundert auf. Ich gehe davon aus, dass die ursprünglichen Texte auch in gälisch sein müssten, nicht in englisch.

Die irische Folksmusik spricht mich genauso an. Ich kann nicht tanzen, aber bei flotten irischen Melodien kann ich die Haxen aber auch nicht stillhalten, da gehe ich automatisch mit. Bei Country auch. Das hat ja viel von der irischen Musik übernommen.

Und dann kommt wieder Sean O´Conner in mir hoch, irischer Auswanderer in den Wilden Westen, Kartenspieler, Glücksritter und Ranger.

Vertrautheit und Muttermale

Beinahe schrecklich, dass hier in meinem Umfeld niemand Poker spielen kann! Oder ab und zu eine schöne Hauerei im Saloon, wo die Stühle zu Bruch gehen und die Männer durch Fenster und Türen auf die Straßen fliegen, das wäre ein Spaß. Im Traum sehe ich manchmal an mir herunter und dann habe ich riesige Fäuste mit roten Härchen und Sommersprossen auf dem Handrücken. Wer diese Fäuste abkriegt, steht so schnell nicht mehr auf.

Sean war ein Ranger, der mit den Fäusten Ordnung schaffte, nicht mit der Waffe. Die hatte er nicht nötig. Am Ende wurde er auf der Mainstreet bei einem Schießduell  erschossen, weil seine Augen nachgelassen hatten und er deshalb den viel jüngeren Gegner verfehlt hatte. Der konnte besser sehen. Zwei Kugeln in die Brust. Da habe ich heute große Muttermale.

Eins hatte ich auch auf dem Rücken, zwischen den Schulterblättern. Da hat mich in der Jungsteinzeit mal ein Dolch getroffen und mir das kurze Leben beendet.

Einige Schlussworte

Ich hoffe, ich habe Sie ein wenig weiter bringen können bei der Suche nach einer Entscheidung.

Frank Klare hat mir dazu mal geschrieben: „Wie du weißt, ich bin ja auch im 2. Weltkrieg erschossen worden. Und mein anderes Leben, woran ich mich bruchstückhaft erinnere, muss im 16. Jahrhundert im heutigen Bad Hönninigen gewesen sein. Aber bin ganz ehrlich: Einerseits "neugierig" nach ein paar mehr Details wäre ich schon. Aber andererseits alles in Einzelheiten via Rückführung zu wissen, was hätte ich denn davon? Angenommen, ich würde erfahren, wie ich im 2. Weltkrieg hieß, in welcher Straße ich wohnte, was würde ich jetzt mit diesen Wissen machen? Würde ich nun mich auf Spurensuche nach mir selbst mich begeben? Würde ich ggf. noch Verwandtschaft ausfindig machen, da klingeln und sagen "hallo da bin ich wieder!"? Aber nichts desto trotz habe ich selbstredend Respekt vor Interesse der Anderen, die mehr wissen möchten, es ist ja auch spannend, wenn man zugleich sich eben auch bewusst ist, was gerade du so schön mit aufzeigtest.“

Ich wiederhole auch noch mal meine Vorbehalte gegen gewerbliches Arbeiten mit paranormalen Fähigkeiten. Dabei ist das Gleichgewicht von Geben und Nehmen gestört. Was soll denn ein Vorbereitungs-Seminar für eine Rückführung in einer Gruppe nützen? Jeder ist soviel anders und gerade bei diesem Thema kann man sich schon in guten Bekannten irren, einen Fremden erst recht nicht ausreichend beurteilen, auch nicht nach einem kurzen Seminar, wo er kaum zu Wort gekommen ist.

Lassen Sie es auf sich zukommen, wenn es Ihnen bestimmt ist. Dann kommt es gewiss, dann  finden Sie auch jemanden, der Ihnen dabei hilft.

 

 

  Reinkarnation

zurück zum
Gesamtverzeichnis