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Phänomene Nahtod-Erfahrungen: von Andreas Marechal Mein Erlebnis, was ich damals hatte, war im Jahr 1995, ich war 25. In der Zeit war ich bei der Bundeswehr als Rekrut im Grundwehrdienst. Es war ein relativ harter Tag gewesen, kurz nach Dienstschluß, da hatten wir noch Freizeit gehabt und hatten uns im Mannschaftsheim aufgehalten. Mit mehreren Kameraden saßen wir an einem Tisch. Obwohl ich wußte, daß ich nicht so viel Alkohol vertrage, habe ich vier bis fünf Bier getrunken. Es wurde mir später auch von einem Bundeswehrarzt gesagt, daß ich unter einer Alkoholallergie zu leiden habe, das hat sich daran bemerkbar gemacht, daß ich immer weniger vertragen habe und daß es Probleme mit dem Kreislauf gab, mein Körper allergisch darauf reagiert. Das hört sich zwar komisch an, aber das gibt es halt. Plötzlich habe ich das Bewußtsein verloren. Ich bin neben meinem Kameraden, neben dem ich saß, zur Seite gekippt, hatte einen Blackout gehabt und wußte gar nichts mehr. Im nächsten Moment befand ich mich cirka 3-4 Meter (wenn nicht ein bißchen mehr) über meinem Körper, ich konnte nicht riechen, schmecken oder sprechen. Aber ich konnte sehen und die Stimmen um mich herum hören. Der eine Bundeswehroffizier meinte, daß kein Herzschlag zu spüren sei und kein Atem, daß „er tot wäre“. Dennoch hatte ich noch die Sicht Richtung Himmel und konnte aus cirka 3-4 Meter Entfernung aus einer gewissen Höhe die Sanitäter in Weiß beobachten, die angerannt kamen. Für mich war es ein Eindruck gewesen, ja wie soll ich sagen, erstmal ein Schock für mich selber, sowas überhaupt am eigenen Leibe zu erfahren, dieses Austreten aus dem Körper, aber irgendwie auch befreiend. Ich wollte eigentlich gar nicht mehr zurück, weil ich so das ganze Negative, was ich so im Leben hatte, hinter mir lassen wollte. Ja, es war auch die Neugier gewesen, die dahinter steckte, zu sehen, was dann kommt. Dann plötzlich gab es irgendwie eine Art Ruck und dann bin ich wieder in meinen Körper zurück und nach und nach wieder zu mir gekommen. Noch ziemlich benommen, hatte ich dann hinterher Schmerzen im Brustkorb. Um mich wieder ins Leben zurückzurufen, haben sie auch ziemlich kräftig mit ihren Händen auf meinen Brustkorb gedrückt. Und dann wußte ich hinterher noch, daß mir dann am nächsten Tag, als ich wieder einigermaßen fit war, erzählt worden ist, daß ich für etwa 3 Minuten tot war. Ja, es war für mich ein Erlebnis; das hat mein ganzes Weltbild völlig in Frage gestellt, mehr Fragen aufgeworfen, als irgendjemand beantworten könnte. Zunächst mußte ich schon sehr stark an mir zweifeln. Dann habe ich aber Parallelen gezogen, zu vielen Kulturen und Völkern, in Sachen Wiederkehr, Nahtoderlebnissen oder der Auferstehung bei den alten Ägyptern, wo der Sage nach der Mensch, der dort gestorben ist, wiederkommt oder wiederkehrt und daß die Seelen dieser Menschen irgendwo hinübergleiten. Ich habe danach mein Leben viel lockerer gesehen und nicht mehr so viel zu ernst genommen. Und ich wurde sämtlichen Sachen gegenüber offener, wußte nun auch, daß jeder Mensch auf dieser Erde Aufgaben zu erfüllen hat und daß es wichtig ist, daß man in diesem Körper, in dem man lebt, das Beste daraus machen sollte, daß der Tod nicht das Entscheidene ist, daß er nicht das Ende bedeutet, sondern eine spätere Wiederkehr sozusagen, ein ewiger Kreislauf. Ein Tunnelerlebins oder ein Rücklauf des Lebens in Bildern, wie viele erzählen, hatte ich nicht. Weder Angehörige gesehen, noch irgendwelche Stimmen habe ich gehört, sondern eben nur die Stimmen der Leute, die sich um mich herum befanden. Ich hatte die Sicht Richtung Himmel und in alle Richtungen, aber war nicht in der Lage, meinen Körper, der sich auf dem Boden befand, zu sehen, weil um meinen Körper herum im Kreis die Leute standen.
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