I T K

Instrumentelle Transkommunikation


Die Transvideo-Methode

von Frank Klare

Zuvor hatten wir nach längerer Zeit mit einem Beitrag von Alfonso Galeano „Transvideokommunikation – Theorie, Technik und Entwicklung“ wieder einen ITK-Bereich aufgegriffen, der neben der TBS sicherlich als hochinteressant einzustufen wäre. Auch unserseits haben wir das Thema Transvideos in den Jahren 2000 bis 2002 wiederholt in TW behandelt, ich bezeichnete dieses Verfahren „Videorückkopplungen“, da es technisch durch videorückgekoppelte Bilder überhaupt funktioniert, das sich Strukturen auf dem Fernsehbildschirm manifestieren, die in der ITK-Forschung dank Entdeckung des Klaus Schreiber als Transwesenheiten eingestuft wurden bzw. werden. Seinerzeit habe ich mit einem IGP-Kollegen selbst aktiv die Transvideoforschung betrieben, die eigenen Abbildungen der Titelseite dieser Ausgabe sowie im Bericht stammen allesamt aus dieser Zeit.

Der heutige Beitrag zum Thema versteht sich weniger als Einspielanleitung, dazu verweise ich auf den Beitrag von Alfonso Galeano, sowie meine Abhandlungen zum Thema in der Rubrik TW-Praxis.

Im Gegensatz zur Tonbandstimmenforschung ist die Transvideoforschung nach wie vor ein Stiefkind in der ITK. Ein Hauptgrund dafür mag sicherlich sein (wie Herr Galeano und ich auch bestätigen können), dass das Erzielen „brauchbarer“ Transbilder dem Experimentar ungemein viel Zeit und Geduld abverlangt, da es nach eigentlicher Aufzeichnung der Aufnahme nötig wird, sich die Einzelstandbilder der Videorückkopplung anzuschauen und ggf. jeweils in Kontrast, Helligkeit noch zu editieren.

Leider bin ich persönlich aus eben genau aus diesem Grunde gescheitert, diesen ITK-Zweig weiter aktiv zu betreiben, da einfach die viele benötigte Zeit hierfür nicht weiter aufzubringen war. Aus diesem Grunde befassen sich in Regel auch andere ITK-Gruppen und Vereine scheinbar bis heute nur selten mit den sonst sicher lohnenswerten ITK-Weg, von dem wir annehmen können, das Verstorbene sich auf den Fernsehbildschirm zeigen, im Grunde also ein wunderbares Pendant gegenüber der TBS, wo wir „sie“ nur hören können. Als wunderbar bezeichnen würde ich natürlich eine zeitgleiche Kombination der beiden Verfahren, dass der Experimentator sozusagen zeitgleich seinen Transvideo-Partner hören und sehen kann, nur hiervon ist sicher die ITK noch weit entfernt.

Und es gibt nach meinen persönlichen Erfahrungswerten noch einen weiteren Grund, weshalb ich auch persönlich neben dem Zeitproblem das Verfahren erst einmal aktiv beendete. In meiner Praxis war ich zwar wiederholt in der Lage, Strukturen von Gesichtern, Köpfen, gelegentlich auch ganzen Körpern, teils auch von Tieren zu erkennen. Nur, was mich dabei nicht befriedigte, waren die in Regel absolut autonomen Transvideo-Partner.

So wissen wir von der TBS, das wir, wenn wir richtig vorgehen, dann auch die Gesprächspartner hören, die wir sprechen möchten. Zahlreiche Beiträge in TW von u.a. Frau Wörsdörfer und Herrn Knirschnig dürften dies hinreichend bestätigen. Leider aber scheint mir das bei den Transvideos normalerweise nicht der Fall zu sein. Vielmehr sehe ich dann zwar Bilder von Gesichtern, nur bin ich nicht in der Lage, zu sagen, wem das Gesicht auf dem Bildschirm zuzuordnen ist. Versuche meinerseits, gezielt etwa verstorbene Angehörige auf den Bildschirm zu rufen, scheiterten (zumindest bei mir bisher).

Es gab in meiner Praxis nur eine einzige Ausnahme, wo sich das Gesicht des Geistwesens „Dietrich“ auf den Bildschirm für mich deutlich wiedererkennbar manifestierte, bei „Dietrich“ handelt es sich um ein Geistwesen, das mir bereits vorher in anderem Zusammenhang persönlich bekannt war, u.a. durch Spukmanifestierungen. Ausgiebig habe ich dies mal geschildert im Erlebnisbericht „Dietrichs Rache“.

Interessanterweise allerdings hatte ich „Dietrich“ zuvor nicht gebeten, sich auf Bildschirm zu zeigen und ferner stand das zugehörige Einzelstandbild im Fernseher kopf, ich musste also das Einzelbild um 180 Grad drehen.

Abbildung: Gesicht des „Dietrich“ via Transvideo (Roteinspielung)

Dazu muss ich sagen, wie auch die anderen hier gezeigten Abbildungen gehören diese Bilder bereits zu den „besten“ Bildern, wo m.E. noch am meisten drauf zu erkennen war. Auch Herr Galeano im vorigem Heft wies in seiner Arbeit darauf hin, das die Ergebnisse nicht gerade bewältigend sind, und Skeptiker zuviel Nebel und das Fehlen von weiteren Gesichtsteilen kritisieren. Nun haben wir gleichsam natürlich mit ähnlichen Kritiken auch in der TBS zu tun, weshalb die TBS-Forschung seit Jahren sich bemüht, die Qualität/Verständlichkeit der Stimmen zu verbessern.

Aber ist das, zurück zu Transvideos, befriedigend? Ich würde vermuten, das sich die Qualität der Bilder durchaus durch intensive Grundlagenforschung erhöhen ließe. Kommen wir jedoch an dieser Stelle auf Klaus Schreiber zu sprechen, fällt auf, die Transwesenheiten in dem Buch „Bilder aus dem Reich der Toten“ (siehe Literaturanhang) zeigen sich oft in bestechend deutlich-guter Qualität. Wie das möglich war, verstehe ich nicht. Ich kann nicht ganz die Vermutung ausschließen, das die Bilder für das Buch nachträglich absichtlich geschönt wurden, nicht um „betrügen“ zu wollen, denn vielmehr wohl, dass auch der unerfahrene Leser noch überhaupt etwas erkennen kann, schließlich sollte das Buch sicher eine gewisse Glaubhaftigkeit haben.

Auch die im Buch erklärte und von mir probierte „Aufbaubilder-Methode“ (erneutes Abfilmen des abgefilmten Stand-Bildes) brachten zumindest bei mir keine nennenswerten Verbesserungen der Bilder. An dieser Stelle möchte ich auch nicht ganz ausschließen, dass sich womöglich einige ITK-Kollegen dann in Qualität versuchten, an Schreibers respektive in Buch abgedruckter Qualität zu messen oder zu überbieten, was womöglich aus eben genannten Grund (noch) nicht möglich war. Wieweit darauf hin der eine oder andere dann auch seine Ergebnisse schönte deshalb, vermag ich nicht zu sagen. Ich kann nur sagen, die von uns gezeigten Bilder sind ungeschminkt, nur erlaubte Parameter wie Kontrast und Helligkeit benutze ich, um „das Beste“ rauszuholen.

Abbildung, weiteres Bild aus dem Archiv der IGP (Roteinspielung),
mittig ist ein bärtiger Mann im leicht seitlichem Profil zu sehen.

 

Abbildung: Weibliche Transwesenheit im weitem Kleid (sw-Einspielung)

 

Abbildung weibliche Transwesenheit mit Hut (linker Bildbereich, sw-Einspielung)

Einen weiteren Punkt möchte ich hier noch ansprechen, der mir persönlich auf den Herzen liegt. In meiner Transvideo-Praxis habe ich zudem festgestellt, nicht nur, das ich meist autonome Wesenheiten sah, sondern ich hatte auch wiederholt den Eindruck bzw. die Erfahrung, das sich nicht wenige scheinbar niedere bis möglicherweise negative Geistwesen auf dem Bildschirm zeigen (für mich erkennbar an Gesichtszügen, Blick der Augen, etc.). Selbstredend hatte ich kein Interesse, ähnlich wie womöglich beim okkulten Tischerücken oft, mit niederen bis negativen Geistwesen zu kontakten. Dass dies dennoch der Fall mitunter war, begründet sich sicher teilweise mit dem Verfahren selbst, es wird womöglich in Frequenzbereichen gearbeitet, die von den des Radios bei TBS abweichen und das Manifestieren erdnaher nieder Wesenheiten technisch begünstigt, was es wiederum gilt, durch weitere Grundlagenforschungen zu minimieren. Der Experimentator sollte somit besonders vorsichtig sein und natürlich wie bei der TBS auch möglichst ein Gebet vorher sprechen, eine Kerze anzünden und einen persönlichen Schutzgeist um Hilfe bitten, was aber meiner Ansicht erst dann der Fall sein kann, wenn der Experimentator vorher schon Kontakt über TBS hatte. Jedenfalls könnte ich Ihnen nicht sagen, wie Sie Kontakt zu einem Kontaktgeist oder Schutzgeist direkt über den Bildschirm aufbauen können. Interessierten Experimentatoren würde ich nahe legen, zunächst eine Kontaktbrücke über die TBS zu festigen und erst dann danach ggf. zu Transvideos überzugehen. Natürlich ist ferner die Transvideoforschung mit selben Respekt und Hochachtung vor der geistigen Welt durchzuführen, wie wir es bei der TBS gewohnt sind.

Schließlich rate ich Menschen, die nicht absolut psychisch gefestigt sind, ganz dringend dazu, niemals solche Versuche selbst durchzuführen.

Dieser heutige Beitrag war eine Wiedergabe meiner ganz persönlichen Erfahrungen auf einem ITK-Gebiet, das sicher – trotz genannter Ambivalenzen – noch spannend sein kann oder werden kann. Über persönliche Erfahrungen und Ergebnisse anderer Experimentatoren würden wir sehr gerne informiert werden und beizeiten dann auch das Thema wieder an dieser Stelle aufgreifen.

Literatur und weitere Beiträge zum Thema:

Rainer Holbe: Bilder aus dem Reich der Toten – Die paranormalen Experimente des Klaus Schreiber, Knaur Verlag 1987, ISBN 3-426-03868-4 (nur noch über Bücherantiquariat zu bekommen), das bisher nach wie vor umfangreichste (und wahrscheinlich einzige?) Buch ausschließlich zu diesem Thema.

Bücher und Medien Extra: ITK

TW-Praxis: ITK



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