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I T K Instrumentelle Transkommunikation Imagewerbung für das TonbandstimmenphänomenIst das nötig? von Werner Schultz Um die Frage gleich zu Beginn zu beantworten: Ja, das ist nötig, sogar bitter nötig. Es ist unverzichtbar, wenn wir irgendwann wirklich ernst genommen werden wollen. Und das wollen wir doch alle, oder? Was machen wir falsch, daß die Transkommunikationsforschung in der breiten Öffentlichkeit so mitleidig belächelt wird? Weshalb werden wir von den Medien so vernichtend beurteilt? Weshalb scheitern die aufrichtigen Bemühungen des VTF-Vorstandes, sich im Fernsehen einem Millionenpublikum zu präsentieren, auf eine Weise, die dem Vorhaben mehr schadet als nützt? Das haben sich bestimmt viele von uns gefragt, als sie die RTL-Sendung „PLANETOPIA“ im Februar 2005 gesehen haben. Alle Bemühungen, das Phänomen anschaulich, verständlich und sachlich darzustellen, wurden von der unmittelbar darauf folgenden Stellungnahme eines GWUP-Mitarbeiters geradezu lächerlich gemacht. Dazu dienten nicht zuletzt die erfundenen Geschichten von Pink Floyd und Roland Kaiser. Der interessierte Zuschauer wurde erneut in seiner Meinung bestärkt, daß er es hier mit zwar harmlosen, aber doch sehr bedauernswerten Spinnern zu tun habe. Schade, aber leider nicht zu ändern. Wirklich nicht zu ändern? Doch, ich meine schon, daß man das ändern kann und das auch ändern muß. Die Wurzel allen Übels liegt in erster Linie bei uns selbst. Wir, die wir von der Sache überzeugt sind, vergessen leider manchmal allzu leicht, daß vor dem Fernseher Menschen sitzen, die noch nie in ihrem Leben etwas von dem Tonbandstimmenphänomen gehört haben. Es soll ihnen in weniger als 5 Minuten (mehr Sendezeit steht meistens nicht zur Verfügung) so eindrucksvoll vermittelt werden, dass selbst der Dümmste nickt und sagt: „Das ist ja hochinteressant. Ich habe die Stimme sogar deutlich verstanden. Darüber möchte ich gern mehr wissen.“ Wir alle haben aufgrund jahrelanger Beschäftigung mit den TBS unsere Erfahrungen gemacht und dabei auch mehr oder weniger schöne Erfolge erzielt. Diese „Erfolge“ hüten wir wie unseren Augapfel und meinen, dass das, was uns so begeistert hat, auch jeden anderen begeistern müsse. Ich denke da z.B. an die von Jürgen Nett favorisierte Stimme „Hier ist die Nett“, die Jürgen als die Originalstimme seiner Mutter identifiziert hat. Das ist zugegebenermaßen ein extrem schöner Erfolg, eine Stimme einzuspielen, deren Klangfärbung man unter Tausenden heraushören und als die Stimme der eigenen Mutter erkennen kann. Ich selbst kenne dieses Gefühl nur allzu gut, denn ich habe die Stimme meines Vaters erhalten, die so deutlich ist, als ob er neben mir stehen würde. Immer wieder spiele ich sie mir vor, und immer wieder läuft mir ein Schauer der Glückseligkeit über den Rücken. Trotzdem muß ich fragen, ist diese Stimme bei aller Verliebtheit wirklich geeignet, sie einem Millionenpublikum vorzustellen? Ist der Inhalt dieser Botschaft wirklich so umwerfend, daß sie den unbedarften Fernsehzuschauer beeindruckt? Ja, wenn die Botschaft lauten würde „Mein Tod, lieber Jürgen, war das schönste Erlebnis in meinem irdischen Dasein“ und wenn diese Stimme dann auch noch für jedermann zu verstehen sein würde, das wäre doch etwas, was zumindest den Normalzuschauer beeindrucken könnte. Und wir haben doch wirklich inhaltsträchtige Stimmen genug in den Archiven. Es müssen ja nicht immer die eigenen Stimmen sein, die bei solchen Demonstrationen zum Einsatz kommen. Zweifler und Skeptiker wird es immer geben, aber die müßte man ja nicht in diesem Maße zu Wort kommen lassen, wie das in dem vorgenannten Beitrag geschehen ist. Selbstverständlich wird man sie nicht vollständig eliminieren können, aber man kann darauf bestehen, daß sie nicht das Schlusswort bekommen. So etwas läßt sich vertraglich vereinbaren, und wenn der Sender trotzdem dagegen verstößt, dann zahlt er eben eine saftige Konventionalstrafe. Falls unter diesen Bedingungen ein Sender auf die Vereinbarungen nicht eingehen möchte, dann allerdings ist es allemal besser, jegliches Interview abzulehnen und auf eine Ausstrahlung zu verzichten. Ich bin auch der Meinung, daß ein Verein wie der VTF im Vorstand einen Medienfachmann haben sollte, der sich wirklich in dieser Branche auskennt. Eine Person, die mit den Medienvertretern auf Augenhöhe verhandeln kann und die ihr Handwerk beherrscht. Man kann leider nicht alles selbst machen. In der Automobilbranche gibt es hervorragende Verkäufer und Verkaufschefs. Kein Hersteller käme auf die Idee, seinen Verkaufsleiter zu fragen, wie und auf welche Weise ein bestimmtes Produkt beworben werden soll. Dafür gibt es eine Werbeabteilung mit Leuten, die dieses Handwerk gelernt haben, und die auch von den Medienvertretern ernstgenommen werden. Soviel vielleicht zur vorerwähnten RTL-Sendung. Wenn Sie auf der Homepage der GWUP die Seite www.gwup.org/themen/texte/tonbandstimmen aufrufen, lesen Sie unter der Überschrift „Waltraud, du bist lieb, darum gibt es keinen Krieg“ folgende Geschichte: Die Redaktionsleiterin der GWUP-Zeitschrift „Skeptiker“, Inge Huesgen, besuchte, um sich ein eigenes Bild über das Tonbandstimmenphänomen zu machen, eine ältere Dame, die – wie sie schreibt – „in der Überzeugung lebte, als Retterin der Welt vor dem nuklearen Overkill auserwählt zu sein“. Die Dame hatte aus einem englischsprachigen Radiomitschnitt statt „World Trade“ ihren Namen „Waltraud“ und statt „Country“ = „Kein Krieg“ verstanden. Sie folgerte daraus, daß der Geist des verstorbenen Staatschefs, Leonid Breschnew, ihr via Radio die Botschaft zukommen lassen wollte: „Waltraud, Du bist lieb, darum gibt es keinen Krieg.“ Was soll man davon halten? Was meinen Sie, stimmt die Geschichte? Also ich glaube schon, daß sie stimmt. Und damit wären wir bei einem weiteren Punkt, der uns das Leben so schwer macht, von Menschen ernstgenommen zu werden, die sich zum ersten Mal über TBS informieren möchten. Als ich die ersten Schritte unternahm, um mich mit dem Phänomen näher auseinander zu setzen, besuchte ich ebenfalls eine ältere Dame in meiner näheren Umgebung, die als Anlaufstelle des VTF ausgewiesen war. Ich wurde sehr freundlich empfangen aber leider gleich mit einer Geschichte konfrontiert, die auf mich recht seltsam wirkte. Die Dame behauptete nämlich, daß sie seit vielen Jahren mit einem sehr bekannten amerikanischen Schauspieler in der geistigen Welt in Verbindung stehe und dieser nur darauf warten würde, daß sie möglichst bald zu ihm komme, damit er sie heiraten könne. Ich kann über diese erste Begegnung jetzt sprechen, da die betreffende Dame die große Reise inzwischen angetreten hat, aber ich war damals doch schon einigermaßen schockiert. Sie spielte mir dann einige ihrer Einspielungen vor, von denen ich so gut wie nichts verstand, nichts verstehen konnte, weil mein Ohr überhaupt nicht geschult war, um aus der Geräuschkulisse, die mir da entboten wurde, eine sinnvolle Botschaft herauszuhören. Wenn ich also damals die Absicht gehabt hätte, mich nur mal zu informieren, wäre die Sache ein für alle Mal für mich erledigt gewesen. Aber das war sie natürlich nicht, weil ich ja ein echtes Bedürfnis hatte, zu einem Kontakt zu kommen. Zur Ehrenrettung der Anlaufstellen des VTF will ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich hinterher mit Kolleginnen zusammengekommen bin, die das erheblich besser machten, die mich sehr behutsam darauf vorbereiteten, was ich möglicherweise zu hören bekommen würde, und die mich auch darauf hinwiesen, wie wenig bezugnehmend manche Botschaften sein könnten. Zurück zu der alten Dame, namens Waltraud. Sie hat aus „World Trade“ ihren Namen „Waltraud“ gehört, und der könnte ihr auch tatsächlich so zu-gedacht gewesen sein. Umformungen kennen wir alle, und was bietet sich als Umformung für den Namen „Waltraud“ besser an, als das englische Wort „World Trade“. Nur was dann kam, die phantasievolle Zusammenführung nicht wirklich gehörter Wörter zu der Aussage „Waltraud, du bist lieb...“, das ist natürlich Futter für die Skeptiker. Und dieses „Futter“ liefern wir ihnen leider allzu häufig, wenn wir nicht kritisch genug das Gehörte untersuchen. Wenn ich lese, was einige Kolleginnen und Kollegen aus einer Einspielung alles heraushören, und wenn ich dann die angeblich paranormalen Botschaften mit der Fragestellung vergleiche, dann bekomme ich so manches Mal Zweifel, ob das wohl alles richtig ist. Dabei will ich überhaupt nicht bezweifeln, daß es Menschen gibt, die vielleicht aufgrund ihrer medialen Veranlagung erheblich bessere Kontakte zur geistigen Welt erhalten können, als es mir in der Regel gelingt. Vielleicht bin ich wirklich zu kritisch und vielleicht verwerfe ich auch zu schnell selbst paranormale Botschaften nur deshalb, weil sie mir nicht genügend bezugnehmend erscheinen oder eben ganz und gar unsinnig sind. Das kann so sein, muß es aber nicht. Manchmal bin ich sehr traurig und auch verzweifelt, wenn eine Einspielung wieder einmal nichts Sinnvolles erbracht hat. Als ich mich darüber kürzlich bei meinem holländischen Freund beklagte, sagte der etwas sehr Kluges: „Werner, vergiss nicht, daß wir es nicht mit einem Telefon zu tun haben. Wenn wir einen Kontakt bekommen, dann ist es doch nach wie vor ein Wunder!“ Ja, wie recht er hat. Man kann unsere Arbeit tatsächlich sehr gut mit einem Strandgang an der dänischen Nordseeküste vergleichen. Wie oft bücken wir uns vergebens, um einen vermeintlichen Bernstein aufzunehmen, und wie oft endet ein solcher Strandgang, ohne auch nur einen kleinen Splitter gefunden zu haben? Wie gern würde man manchmal kleine gelblich gefärbte Steinchen mit nach Hause nehmen und sie zu „Bernstein“ deklarieren, aber wer möchte sich schon selbst betrügen? Ich will jetzt keineswegs dazu aufrufen, grundsätzlich alles an Botschaften zu verwerfen, was nicht einen direkten Sinn macht. In meinem eigenen Archiv gibt es davon genügend Beispiele, die ich für absolut echt halte, die ich aber niemals publizieren würde, um eben besagten Skeptikern nicht das „Futter“ für einen Verriss zu liefern. Andererseits glaube ich aber auch, dass man die Paranormalität einer „Botschaft“ sehr gut an deren inhaltlicher Aussage festmachen kann. Ich denke, daß unsere lieben Freunde in der geistigen Welt manchmal sehr beleidigt sind, wenn wir ihnen völlig unsinnige Aussagen als paranormal zuordnen. Auch daran sollten gelegentlich einmal denken. Wenn zu mir ein Interessent kommt, um sich zu informieren, wird er niemals erleben, daß ich ihm sogleich Stimmen vorspiele oder gar mit ihm eine Einspielung mache. Das wird frühestens geschehen, wenn der Interessent mir die Ernsthaftigkeit seines Anliegens bewiesen hat, indem er ein zweites, ein drittes und vielleicht ein viertes Mal kommt. Bei dem ersten Besuch versuche ich herauszufinden, was der wirkliche Beweggrund für sein Interesse ist. Meistens wird es ja der Verlust eines lieben Angehörigen sein. Das erfordert ein völlig anderes Vorgehen in der Unterweisung als bei jemandem, der aus reiner Neugier kommt. In allen Fällen verweise ich auf die einschlägige Literatur, verleihe diese auch und bitte darum, sich zunächst einmal ein wenig einzulesen. Beim zweiten Besuch besprechen wir seine Fragen und ich zeige einen Videofilm, der das Thema umfassend behandelt und in welchem auch schon einige gut verstehbare Stimmen zu hören sind. Beim dritten Besuch erkläre und demonstriere ich die verschiedenen Einspieltechniken und führe entsprechende Stimmen vor, damit der Interessent lernt, von welcher Vorstellung er Abschied nehmen muss und was er wirklich erwarten kann. Beim vierten Besuch machen wir dann eine erste Einspielung mit anschließender Auswertung. Ich bemühe mich also, ein guter Verkäufer zu sein und den Interessenten nicht zu überfordern. Ich führe ihn ganz behutsam in ein für ihn total fremdes Wissensgebiet ein und ich vermeide alles, was bei ihm den Anschein erwecken könnte, ich sei ein abgehobener Phantast. Die Stimmen, die er bei mir zu hören bekommt, sind deutlich und bezugnehmend, stammen aber auch nicht alle von mir persönlich. Ich würde mir sehr wünschen, dass wir bei öffentlichen Demonstrationen immer versuchen, uns gedanklich auf die Wissensstufe der Menschen zu begeben, die zu uns kommen, um sich über ein Phänomen zu informieren, welches sie mit ihrem normalen Menschverstand nicht erfassen können. Alles Insiderwissen an Sondervorkommnissen, und dazu gehören auch ungewöhnliche, nicht unbedingt bezugnehmende Botschaften, muss zurückgestellt werden, bis diese Menschen die notwendigen Grundkenntnisse erlangt haben und selbständig arbeiten können. Mit freundlicher Genehmigung des Verfassers Hinweis: Der Beitrag wurde für die mit uns befreundete Partner-Interessengruppe VTF e.V. verfasst, dürfte aber inhaltlich auch für Transwelten-Leser von Interesse sein.
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