Bücher & Medien 2002


Ernst Knirschnig:
Phänomen Tonbandstimmen
Erfahrungsberichte und Erkenntnisse
von einst bis heute
Verlag Liber Libri, A-1130 Wien
, ca. 340 Seiten, Broschur, ISBN 3-85481-023-7

In Hinblick auf die Rubrik „Bücher und Medien- Extra“ in dieser Ausgabe freue ich mich ganz besonders, Ihnen auf dem m.E. immer noch recht dünn gesähtem Sektor der ITK-Literatur eine Neuerscheinung aus Österreich vorstellen zu können.

Das Vorwort zum recht umfangreichen Werk von Ernst Knirschnig schrieb kein geringerer als Dr. Ernst Senkowski (siehe unter Bücher & Medien-Extra). Die Erwartung, es daher in Folge mit einem fundiertem Werk zu tun zu haben, sehe ich als erfüllt. Der Autor unternimmt mit dem Leser einen umfassenden Streifzug durch die Tonbandstimmen-Thematik, dem der Laie ebenso, wie der erfahrene ITK-Experimentator in der Lage sein dürfte, zu folgen. Aufgezeigt werden gängige wie teils auch weniger bekannte Einspiel- und Abhörverfahren mit Beschreibung der jeweiligen Gerätschaften ebenso, wie (am Rande) andere ITK-Methoden, bishin zu den bedeutenden Persönlichkeiten wie Jürgenson oder Raudive.

Nun, wer meint, das hatten wir doch alles bereits schon in anderen Büchern gelesen, mag bis hierher bedingt recht haben, aber wer las z.B. schonmal von den Kontakten mit dem bekannten TV-Kommissar Erik Ode? Oder wer griff bisher die Möglichkeit mit auf, TBS-Kontakte mit nicht irdischen Wesenheiten zu bekommen? Doch das, wie ich finde, Interessanteste habe ich mir für den Schluß aufgehoben: Nunmehr gut 20 Jahre hat der Autor seine TBS-Einspielungen fleißig protokolliert. Eine umfangreiche Auswahl der Einspielungen zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Fortgeschrittenen Experimentatoren ist bekannt, daß das Vokabular der Stimmen meist sehr eigen ist, wehalb E. Knirschnig diese jeweils nach dem Originalton (der dem aktiven Experimentator bekannt vorkommen dürfte) öfters eingeklammert zum besseren Verständnis kommentiert.

Da das neue Buch auch direkt über den Autor erhältlich ist, hier die Kontaktadresse:

Ernst Knirschnig, Ketzergasse 183, A-2380 Perchtoldsdorf, Österreich

F.K.


Klaus Aschenbrenner:
Der Geist des Universums
Greiz 1999 (König Communication)
, 304 S., 24 Abb., Paperback, ISBN 3-9806185-5-2

Ein bemerkenswertes Buch, das geschrieben wurde, um die Fragwürdigkeit unseres materialistischen Mainstream-Weltbildes zu entlarven! Der Autor spricht vom Umbruch in der Naturwissenschaft, der die mechanistischen Vorstellungen unserer Physik-Lehrbücher als seltsam anachronistisch erscheinen lässt, von komplexen Phänomenen im Tier- und Pflanzenreich, die eher für ein holistisches Geist-Universum als für eine darwinistische Biologie sprechen, und schließlich von „Para“- und „PSI“-Phänomenen in Verbindung mit den Menschen, die nur mit Hilfe eines Paradigmenwechsels erklärbar scheinen. Auch für Leserinnen und Leser von TRANSWELTEN dürften allerhand Betrachtungen des Autors höchst bedenkenswert sein.

Wie kommen die nachgewiesenen Wechselwirkungen zwischen Geist und Materie zustande? Wie haben wir Bewußtsein und Gedächnis zu verstehen? Das sind Fragen, die den Autor bewegen. Im Grunde müßte man selbstredend „Geist“ und „Materie“ schreiben, und „Bewußtsein“, denn genaugenommen wissen wir gar nicht, was diese Worte bedeuten. Der Autor betont mit Recht, daß Dinge wie Hellsehen, Gedankenübertragung, Präkognition, Astralreisen, Bilokation etc. heute noch weit davon entfernt sind, wissenschaftlich nachvollziehbar erklärbar zu sein. Sie zu leugnen, als Faktum, ist unsinnig, auch wenn dies „scholastische“ Schulwissenschaftler und unwissenschaftliche, ideologisch angekränkelte „Skeptiker“ zuweilen versuchen. Das Buch enthält eine Fülle von Fakten, Ereignisberichten und bedenkenswerten Betrachtungen, und der Rezensent kann seine Anschaffung nur sehr empfehlen.

Dr. Horst Friedrich


T.S. Anantha Murthy
DAS VERBORGENE FEUER
Rastede, 1995
(Mangalam Verlag S. Schang),
294 S., Paperback, ISBN: 3-922477-01-1

Bei diesem Buch handelt es sich um eine höchst beachtenswerte Biographie eines im Westen weitgehend unbeachtet gebliebenen indischen “Tapasvi”, d.h. eines Yogi, der „Tapas“ betreibt, körperlich mentale Praktiken, die von der Willenskraft Gebrauch machen und zu höheren Bewusstseinszuständen führen. Das Ungewöhnliche daran ist die Tatsache, dass dieser Yogi ein Alter von 185 Jahren erreichte, er 1770 geboren wurde (als in Indien noch das, freilich stark geschrumpfte, Mogul-Reich bestand), und er erst 1955, also quasi als unser Zeitgenosse, verstarb. Dieses Alter zu erreichen, war ihm allerdings nur möglich, indem er sich wiederholt im Laufe seines Lebens einer ayurvedischen „Kaya-Kalpa“ – Verjüngungskur, mit wahrhaft spektakulärem Erfolg, unterzog. Als er verstarb, d.h. aus Sicht der Yogis seinen Körper ablegte, war er eine in Indien relativ bekannte Persönlichkeit geworden.

Für Liebhaber und Erforscher aller nur möglichen „Para“-Phänomene ist das Buch eine Fundgrube! Selbstredend werden neunmalkluge „Skeptiker“ dergleichen als Täuschung oder Selbsttäuschung abtun wollen. Aber das pflegen Urteile zu sein von Unwissenden, die es nicht für nötig befunden haben, das Thema, zu dem sie sich äußern, gründlichst zu studieren. Da fehlt es an der ernsthaften Wissenschaftlichkeit. Man möge das Buch selbst studieren und sich ein eigenes Urteil bilden!

Eine große Hilfe werden dabei die ausgezeichneten „Allgemeinen Erläuterungen“ von Marianne Wolfer sein! Diese Erläuterungen vermitteln auf beste Weise notwendige Grundvorstellungen der indischen Philosophie, insbesondere zum Wesen von „Materie“ und „Bewusstsein“, die für jedermann, der sich mit „Para“-Phänomenen beschäftigen will, ein absolutes Muss sind. Es geht dabei darum, zu zeigen, heißt es dort, dass jene „Para“-Phänomene

„in der natürlichen Wirklichkeit begründet sind, nicht nur in der indischen, auch in der unsrigen. Und da  die Grundsätze der indischen Philosophie hinsichtlich der Materie dies einsichtig zu machen vermögen, werden sie auch angewandt. Dies ist für einen Abendländer nicht unmöglich, denn dieses östliche Denken besitzt nicht etwa, wie gelegentlich angenommen wird, eine andere Logik als die unsrige, nur andere Voraussetzungen, von denen aus sie ihre logischen Gedankenschritte unternimmt. Diese anderen Voraussetzungen werden in aller Ausführlichkeit dargelegt, indem die Darstellung an unserem abendländischen Denken anknüpft und durch eine sozusagen ‚gedankenlenkende Weise’ den Leser dazu auffordert, von Anfang an mit-zudenken und, wo nötig, mit umzudenken“ (S.231)

Für westliche Leserinnen und Leser, die einer allzu starken Indoktrination mit unserem materialistischen Weltbild unterlagen, könnte es eine gute Idee sein, besagte „Allgemeine Erläuterungen“ vor dem eigentlichen Buchtext zu lesen, besonders, sofern sie bisher mit der indischen, tibetischen und taoistischen Gedankenwelt noch nicht in Berührung gekommen sein sollten. Sonst könnten nämlich vielleicht etliche der im Buch berichteten „Para“-Phänomene anfänglich gar zu „starker Tobak“ für sie sein: etwa das plötzliche Auftauchen anderer, „siddhis“ (magische Kräfte) besitzenden Yogis in abgeschlossenen Räumen, persönliche Zusammentreffen und Gespräche des „Tapavi“ mit schon längst verstorbenen Weisen, und dergleichen mehr.

Dr. Horst Friedrich


„Para“-Phänomen Palmblatt-Bibibliotheken

Annett Ritter-Friedrich:
WEGE DES SCHICKSALS – PHÄNOMEN „PALMBLATT-BIBLIOTHEKEN“
Schleusingen, 2002
(Amun-Verlag), 252 S., 29 Abb., Paperback, ISBN: 3-935095-25-2

Thomas Ritter:
DIE GEHEIMNISSE INDISCHER PALMBLATTBIBLIOTHEKEN
Lübeck, 2002
(Bohmeier-Verlag), 148 S., 49 Abb., Paperback, ISBN: 3-89094-350-0

Bei bestimmten Palmblattbibliotheken Südindiens handelt es sich eindeutig um ein “Para”-Phänomen. Bereits 1998 hatten Annett & Thomas Ritter ein ausgezeichnetes Buch, leider schon längst vergriffen, dazu herausgebracht (DEM SCHICKSAL AUF DER SPUR – DAS GEHEIMNIS DER PALMBLATTBIBLIOTHEKEN, CTT-Verlag, Suhl). Nun ist erfreulicherweise Ersatz herausgekommen, und zwar gleich doppelt: die beiden haben sich inzwischen getrennt, organisieren und begleiten jedoch heute Gruppenreisen zu jenen Palmblattbibliotheken, und haben nun jeder eine eigene, aktualisierte Neuauflage ihres damaligen gemeinsamen Buches vorgelegt. Beide Bücher sind gut und empfehlenswert und ergänzen sich in gewisser Weise.

Wer an „Para“-Phänomenen interessiert ist, wird sich mit diesen Bibliotheken beschäftigen müssen. (Davon abgesehen, geben die Bücher auch einen guten Einblick in das heutige Indien). Dass diese Palmblatt-„Orakel“, um es provisorisch einmal zu nennen, in der Tat funktionieren, ist für das schulnaturwissenschaftlich und materialistisch geprägte „Mainstream“-Weltbild des Westens eine große Herausforderung! Ihr Funktionieren demonstriert nämlich unwidersprechbar (da hilft alles Herumdeuteln nichts), dass besagtes Weltbild ein falsches ist, definitiv ein falsches sein muss.

Es handelt sich hier um zwei ganz unterschiedliche „Para“-Aspekte. Erstens sollen diese Palmblatt-Texte ihren Ursprung bei vor rund 7.000 Jahren lebenden „Rishis“, großen Weisen mit „Para“-Fähigkeiten, haben, die diese Texte verfasst hätten, um in ferner Zukunft einmal Südindien besuchenden Menschen eine Lebensbewältigungshilfe zu geben, und sie über ihre jeweilige „Lebensmission“ (im Verlaufe ihres Höherentwicklungsweges durch verschiedene Inkarnationen) aufzuklären. In den Palmblättern sind auch Einzelheiten zum bereits abgelaufenen Teil des jetzigen Lebens der jeweiligen Besucher angegeben, die oft von verblüffender Detailtreue (und eben durch die Besucher verifizierbar) sind. Dies wäre also ein Fall von weit in die Zukunft reichender „Präkognition“.

Zweitens sollen sich diese Palmblatt-Texte noch in unserer Zeit teilweise „von selbst“ ergänzen, leere Palmblattstellen sollen plötzlich beschrieben sein mit aktuellen zusätzlichen Angaben, wobei menschliche Mitwirkung schlechterdings als Möglichkeit ausgeschlossen werden müsse. Alles dies sei dem wohlwollenden Wirken, der „Gnade“, der immer noch unsichtbar anwesenden „Rishis“ zuzuschreiben. Also ebenfalls ein eindeutiges „Para“-Phänomen. Beiden Büchern wohnt erhebliche geistige Anregungskraft inne.

Dr. Horst Friedrich


Horst Müller
Wir sind nicht tot!
Books on Demand GmbH, 398 S., Paperback, ISBN 3-8311-1060-3

„Wir sind nicht tot!“ (siehe auch Info, Rückseite der TW 2/2002) ist im Kern ein Erfahrungsbericht einer Kontaktaufnahme Horst Müllers zu seiner verstorbenen geliebten Frau Erika. Das österreichische Medium Bella sowie der Sterbe- und Karma-Forscher Peter Tippner („I.P.T. Wien“) sind die Co-Autoren dieses bewegenden Buches eines vom Schicksal gebeutelten Herrn Müllers, der seine Frau unter dramatischsten Umständen verlor, in dessen Folge der gelernte Bau-Ingenieur, sonst mit beiden Beinen fest im Leben stehend, zunächst sprichwörtlich den Boden unter den Füssen verlor.

Dennoch sollte es die Bekanntschaft zu P. Tippner sein, die das Ehepaar Müller bereits zu Lebzeiten Erikas „rein zufällig“ bekam. Über gemeinsame Sitzungen mit dem Medium Bella und Herrn Tippner fand Horst Müller wieder den Mut zurück zum Leben, denn durch Bella sprach eine Frau zu ihm, die ihm zuvor das Herz zerbrochen hat: Erika.

Nachdem eingangs im Buch recht umfassend die ganze dramatische Vorgeschichte, dessen Höhepunkt der „Tod“ Erikas war, erzählt wird, der sich der Leser nur schwer vom Mitgefühl her entziehen kann, behandelt der Hauptteil des Buches die zahlreichen medialen Sitzungen, die im Original-Wortlaut akribisch wiedergegeben werden. Der eine oder andere Leser mag sich dabei womöglich etwas gelangweilt fühlen, wenn Sätze wie (Erika:) „Ich liebe dich Schatzl“, (Horst:) „ich liebe dich auch unendlich. Tschüs, mein Schatzl“, sich wie ein roter Faden unzählige Male in ähnlicher Form durch das gesamte Buch ziehen. Doch war, was m.E. positiv zu bewerten ist, Herr Müller bedacht, die Sitzungen unverkürzt und unverändert im Original zu belassen, ebenso wurde auch nichts hinzugefügt. Das Ergebnis und damit m.E. der Reiz des Buches ist somit die exakte Dokumentation von Erlebnissen und Eindrücken, die aus Herrn Müller einen „neuen Menschen“ machten. Denn fand er nicht nur die Nähe zu seiner Frau wieder, sondern gleichsam im Laufe der Sitzungen immer mehr Erkenntnisse über den jetztigen Aufenthaltsort Erikas – dem Jenseits. Sehr konkrete Antworten auf die Fragen von Herrn Müller und Herrn Tippner kamen hierzu auch von Frau Marek, eine weitere Wesenheit, welche sich über Bella zu Worte meldete. Der Autor verschweigt uns dabei auch nicht, daß die originale Stimmenwiedergabe der Verstorbenen über das Medium kaum möglich ist, was an den Stimmenbändern liegt, die sich nicht derart ändern lassen, um die vetraute Stimme des Angehörigen zu reproduzieren. Dies sei ein Beispiel, daß der Autor trotz der Erkenntnisse aus dem Jenseits stets bemüht war, die Dinge kritisch zu betrachten.

Dennoch gab es die eine oder andere Passage, bei der der Rezensent leicht „kopfschüttelnd“ nicht so recht glauben wollte, was gewisse „ungeheuerliche“ Einzelheiten aus der jenseitigen Welt anbelangen, auch wenn sich der Autor wiederholt für die Echtheit der Begebenheiten verbürgt, darf man sicher nicht außer acht lassen, auch jenseitige Wesenheiten können sich sicher mal in ihren Durchsagen zu uns „Lebenden“ irren (wie soll man das auch nachprüfen, so man noch nicht selbst „drüben“ ist?). Doch allein die Begebenheit, daß Herr Müller im vorliegenden Buch gut nachzeichnet, wie er durch Überzeugung an der Echtheit der Durchsagen wieder seinen Lebensmut zurückfand und nunmehr durch weitere Erkenntnisse zum Jenseits bereits an seinem nächsten Buch schreibt, zeigt auf – für den geneigten Leser nachvollziehbar – was der Buchtitel verspricht: Wir sind nicht tot!

F.K.


Roland M. Horn
GEHEIMAGENTEN AUS DER ZUKUNFT?
Bohmaier Verlag 2002, 162 S., Paperback, ISBN: 3-89094-354-3

Im Jahr 2000 schrieb der Autor das viel beachtete Buch „Sie kamen aus der Zukunft“ (ebenfalls Bohmaier Verlag, Rezension siehe TW 1/2000). Durchaus kann man sagen, dass vorliegendes Werk an genanntes Buch anknüpft, so handelt „Eine Verschwörung wirkt sich rückwärts aus“, so der provokante Untertitel des Werkes, abermals um das Thema Zeit. Wie schon im vorangegangenen Buch fährt Roland M. Horn zum Teil schwere Geschütze auf, indem er bisherige Hypothesen in Frage stellt. Beispielsweise, so eines der Kapitel, „kam Nostradamus aus der Zukunft?“, aber auch bilbliche Zeiten werden neu hinterfragt, etwa der Tempel von Hesekiel, der Verbleib der Bundeslade oder die Bibel selbst; enthält sie einen versteckten Code? Auch Begebenheiten der Neuzeit werden hinsichtlich eines Zeitphänomens hinterfragt, so ob etwa die Attentate gegen Papst Johannes Paul II, Oskar Lafontaine oder John Lennon von Psychopathen, im Auftrag von Verschwörern oder gar von „Agenten der Zukunft“ begannen wurden, um die heutigen Geschehnisse aus der Zukunft heraus zu manipulieren? Nicht unbedingt kann der Rezensent diese wirklich provokante Aussage auf genannte Personen nachvollziehen, aber die Frage dahinter, ob unsere noch gar nicht geborenen Kinder und Kindeskinder aus der Zukunft in unsere Zeit reisen und sie manipulieren, die Frage lässt sich nach heutigem Stand unseres Wissens weder wegdiskutieren noch erklären. Auch andere Autoren wie Illobrand von Ludwiger etwa stellten die Hypothese auf, sog. UFO-Insassen seien keine Ausserirdischen, denn vielmehr Menschen aus der eigenen Zukunft. Ob jedoch diese Menschen aus der Zukunft in das heutige Geschehen physikalisch eingreifen können, ohne dabei bestehende Gesetze der Kausalität zu verletzen (z. B. wenn Hänschen in die Zeit vor seiner Geburt zurückreist und seine Eltern tötet, wäre dies ein kausales Problem), dies vermögen wir uns heutzutage noch nicht vorstellen, doch auch die Relativitätstheorie musste erst mal entdeckt werden. Wer will also letztlich ausschliessen können, dass zukünftige Regierungen in die Vergangenheit eingreifen, um etwa das Fundament ihrer Machtergreifung zu schaffen? Wie auch immer, abermals ein Buch von Roland M. Horn, das die grauen Zellen wie das „Phänomen-Zeit“ mächtig in Bewegung bringen dürfte.

F.K.


Roland M. Horn
RÄTSELHAFTE & PHANTASTISCHE FORMEN DES LEBENS
Bohmeier Verlag 2002
, 180 S., Paperback, ISBN: 3-89094-348-9

Und gleich eine weitere Neuerscheinung des schreibfreudigen Autors Roland M. Horn kann ich hier vorstellen. Wer hat noch nicht von ihnen gehört, von Yeti, Bigfoot, Nessie und anderen Seeschlangen, von Vampiren und (Wer)Wölfen? Wer aber kennt die weniger bekannten „Exoten“ wie der „Mottenmann“ oder den „Loveland-Frosch“? in 4 Kapitel unterteilt (Animalische Geister oder unbekannte Lebensformen?/Merkwürdige Lebensformen in Sagen/Rätsel um prähistorische Tiere/Weitere Rätsel) sind sie hier allesamt vertreten und somit eine echte Bereicherung an Literatur, zu „Wesenheiten“, die in keiner sonstigen grenzwissenschaftlichen Kategorie sorecht hineinpassen. Aber auch von Geisterhunden, regnenden Fischen und von Dinosauriern (hier wird die Frage aufgeworfen, ob sie nicht doch einst mit den Menschen zusammen lebten) handelt das Buch. Jedes dieser „Wesen“ wird vom Autor im Buch vorgestellt, zumeist in Form von Zeugenbeschreibungen. Leider sind keine Abbildungen vorhanden, sodaß das Aussehen der Kreaturen seitens Fantasie des Lesers Form annehmen muß, vielleicht ein Verbesserungsvorschlag zur nächsten Auflage. Sonst ist Horn mit genannten Kategorien bemüht, den Ursprung der verschiedensten Exoten ein wenig einzukreisen und mit Erklärungsansätzen zu bedenken. Rätsel und Legenden, die sich zum Teil über tausende von Jahren gehalten haben, wird der Autor mit dem Buch natürlich trotzdem nicht entwirren können. Aber das mag auch nicht der Sinn der Sache sein, vielmehr wäre die Frage, was gab und gibt es da eigentlich alles? Und genau hier findet der Leser gebündelte Informationen und das Buch ist für den allgemeinen Interessenten ebenso empfehlenswert, wie für den Archäologen, Parapsychologen oder für Anhänger von Sagen oder der Kryptozoologie. Wer durch dieses Buch erstmals näher hiermit konfrontiert wird und „Blut geleckt hat“, kann seinen weiteren Wissensdurst stillen durch den Literaturanhang (wie auch im o.g. anderen Buch) mit den verschiedenen Fachzeitschriften. Doch bis dahin sollte er eines getan haben: Dieses Buch, das sogleich als Nachschlagwerk für Exoten dienlich ist, gelesen haben.

F.K.


Jochem Fornoff
TECHNIK ERSETZT NICHT DIE MACHT DES GEDANKENS
2. erweiterte Auflage 2002, Eigenverlag, 209 S.

In „Bücher & Medien – Extra (4): ITK“ (TW 2/2002) hatte ich bereits auf dieses interessante Buch hingewiesen, doch gab es seinerzeit nur die länger vergriffene 1.Auflage von 1997. Nun endlich ist die 2. Auflage verfügbar – und soviel vorweg, das Warten hat sich gelohnt! Kam die 1. Auflage mit 172 Seiten in Ringbindung daher, so sind es jetzt nunmehr 209 Seiten, broschiert, also mehr Inhalt und besseres Outfit. Bereits die 1. Auflage war mit dem Untertitel „Ein Leitfaden für die Praxis bei der Durchführung von Tonbandeinspielungen“ ein Buch der näheren Wahl, wenn es darum geht, eigene TBS-Einspielungen durchzuführen. Die grundliegenden Schritte wurden verständlich erläutert. Auch bei der Neuauflage ist der Untertitel samt Konzept erhalten geblieben. Doch was kam neu hinzu? Nicht nur, dass die bisherigen Kapitel auf den neuesten Stand gebracht wurden, zeitgemäß findet sich ein völlig neues Kapitel „Der Computer eröffnet neue Möglichkeiten“, womit dieses Buch derzeit als konkurrenzlos betrachtet werden darf, wenn es darum geht, PC-gestützt an der TBS zu arbeiten. Die gängigen Software-Programme „Cool-Edit“ und „Gold-Wave“ werden vorgestellt, bzw. das Arbeiten hiermit in den verschiedenen Varianten erklärt. Grafiken und Tabellen (wie auch oft in anderen Kapiteln des Buches) veranschaulichen zudem die einzelnen Schritte, selbst an Bezugsquellen der Software hat der Autor gedacht. Ansonsten werden wie schon in der 1. Auflage alle Gebiete der TBS-Praxis abgedeckt, auch der Anhang mit Schaltplänen, Fotos der gängigsten TBS-Apparate und ein Literaturanhang fehlen in der 2. Auflage nicht. Das Buch ist nur gegen Vorkasse direkt beim Autor erhältlich, zugleich Leiter des TBS-Gruppe „TBSF Darmstadt“ und Herausgeber der Zeitschrift „INFO“, auch Tonbandstimmenbeispiele auf MC & CD sind hier erhältlich, Kontakt / Bezug:

TBSF Darmstadt, Jochem Fornoff, Heidelberger Landstraße 204, D-64297 Darmstadt
Tel: (06151) 55478, Fax: (06151) 55696,
Internet: http://www.tbsf-darmstadt.de

F.K.


Gerd Kirvel
UFOS – WAHN ODER WIRKLICKEIT?
Avalon Verlag, Duisburg 1996
, 230 Seiten, Paperback

Gerne komme ich in dieser Rubrik mal dem Wunsch unseres Krefelder IGP-Kollegen und Herausgeber der JENSEITS DES IRDISCHEN (mit der TW ab übernächster Ausgabe fusioniert) nach, darauf hinzuweisen, dass auch Herr Kirvel ein Buch zur UFO-Thematik veröffentlicht hat. Engros werden hier Presseberichte und Zeugendarstellungen von UFO-Erscheinungen wiedergegeben, oftmals zu bestimmten Vorfällen verschiedene Quellen mit ebenso verschiedenen Darstellungen, was auch Sinn des Buches ist, indem Gerd Kirvel betont, „dieses Buch will (und) soll niemanden überzeugen, daß... es UFOs (der landläufigen Bezeichnung nach) gibt... es sie eben nicht gibt... die angeblichen Sichtungen absolut und hundertprozentig der Wahrheit entsprechen (müssen)... oder eben nicht...!“ Vielmehr möge sich der geneigte Leser ein Gesamtbild machen, über die verschiedenen Fälle der 40iger bis 90iger Jahre, die der Autor mit beeindruckender Akribität gegenübergestellt und zusammengetragen hat. Was möge der Ansporn gewesen sein, dieses Buch zu schreiben? Wie so oft sicherlich eigene Erfahrungen / Sichtungen, die im Buch ebenfalls dargestellt sind, aber trotz Hinterfragung schlußendlich ebenso mit einem „was war das nun, Fragezeichen“ dahingestellt bleiben. Damit sicher ein ehrliches Buch, denn zuschnell sind m.E. oft die sog. UFO-Forscher mit ihren als entgültige Tatsache hingestellten Erklärungen. Das Buch kann direkt bezogen werden bei Gerd Kirvel, Postfach 10 11 31, 47711 Krefeld, Tel: (02151) 75 05 66 oder auch über die TW-Redaktion.

F.K.


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